Hans-Joachim Watzke und Matthias Sammer begraben das Kriegsbeil

Andre Oechsner
90Min


​ Am Freitagabend testete Bundesligist Borussia Dortmund im schweizerischen Winterthur gegen die Auswahl von Espanyol Barcelona. Das Spiel verloren die Schwarz-Gelben zwar am Ende mit 0:1, doch am Rande der Partie gab es eine auf Managerebene versöhnliche Situation zu beobachten. Der Streit zwischen Hans-Joachim Watzke und Matthias Sammer scheint zu den Akten gelegt.


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Ab dieser Saison analysiert Matthias Sammer bei Eurosport als Experte die Bundesliga-Spiele, für die sich der Sportsender zuvor die Rechte sicherte. Auch beim Vorbereitungsspiel zwischen Borussia Dortmund und Espanyol Barcelona fungierte der ehemalige Meistertrainer von Borussia Dortmund (2002) als Experte.

In der Halbzeitpause des Testkicks umarmten sich BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sammer herzlich. Der ehemalige DDR-Nationalspieler strahlte, beide klopften sich freundschaftlich auf die Schultern. Nach einem kurzen Plausch war klar, dass beide das Kriegsbeil begraben hatten. In der Vergangenheit hatte es immer mal wieder gefunkt zwischen den beiden Fußball-Ikonen.

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Wieder gut mit Hans-Joachim Watzke: Matthias Sammer - Foto: Getty Images



„Alles gut, alles entspannt. Wir sind halt vorher Konkurrenten gewesen, das war eine andere Situation“, erklärt Sammer BamS. Insbesondere im März 2014 eskalierte die Situation. Damals sagte Ex-Trainer Jürgen Klopp auf einer Pressekonferenz: „Ich glaube nicht, dass Bayern München einen Punkt weniger hätte, wenn Sammer nicht da wäre.“ Zuvor hatte Sammer als Bayern-Vorstandsmitglied die Intensität des Trainings bei der Konkurrenz angezweifelt.

Auch Watzke erklärt, dass der Streit mittlerweile begraben ist: „Wir waren inzwischen essen, haben uns ausgesprochen.“ Sammer sei ein verdienter Spieler des BVB. Man kenne sich seit 20 Jahren, wobei aber auch keiner vergessen dürfe, dass beide fünf Jahre lang harte Konkurrenten waren: „Da sind wir beide vielleicht schon mal über das Ziel hinausgeschossen – aber jetzt ist längst wieder alles gut.“