"Hans im Glück": Hans Herrmann feiert seinen 90. Geburtstag

"Hans im Glück": Hans Herrmann feiert seinen 90. Geburtstag

Hans Herrmann war Teamkollege der Formel-1-Legenden Juan Manuel Fangio und Sir Stirling Moss, am Steuer von Mercedes und Porsche schrieb er Motorsport-Geschichte. Am Freitag (23. Februar) wird "Hans im Glück" 90 Jahre alt.
Als "rasender Konditor" gehörte der Schwabe in den 50er  Jahren unter dem legendären Rennleiter Alfred Neubauer zu den Heroen bei der erfolgreichen Rückkehr von Mercedes in den Grand-Prix-Sport. In der Saison 1954 war Herrmann beim Formel-1-Werksteam Kollege des späteren Weltmeisters Fangio, im Silberpfeil wurde er respektabler Dritter beim Großen Preis der Schweiz und Vierter in Italien.
Bei einem schweren Unfall im Training zum Großen Preis von Monaco 1955 schien Herrmanns Glück jäh aufgebraucht. Ein Stuttgarter Arzt war aber zufällig in der Nähe und rettete ihm das Leben. Fünf Monate blieb Herrmann im Krankenhaus.
Mercedes zog sich später nach der Tragödie in Le Mans, bei der 82 Menschen starben, vom Rennsport zurück - vielleicht war es eine Laune des Schicksals, dass Herrmann beim Unglücksrennen am 11. Juni 1955 noch außer Gefecht war. "Pierre Levegh, der Unglücksfahrer von Le Mans, war mein Ersatzmann", erinnerte sich der Schwabe.
Den krönenden Abschluss seiner aktiven Laufbahn erlebte Herrmann Jahre später mit Porsche ausgerechnet in Le Mans. 1970 gewann er im Alter von 42 Jahren mit Richard Attwood im 917 den 24-Stunden-Klassiker - und gab unmittelbar nach der Siegerehrung seinen Rücktritt bekannt. Ein Versprechen, das er seiner Frau Madeleine gegeben hatte. "Und seine Versprechen", sagt Herrmann, "muss man doch halten."