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Hanning rechnet mit DFB-Team ab

Bob Hanning hat ein „Riesenproblem“ mit dem WM-Auftritt der Fußballnationalmannschaft.

Die Leistungen des DFB-Teams in Katar haben ihm, wie vielen, missfallen. Dafür nannte er nun konkrete Gründe.

„Wir sind vielleicht nicht die Sportart, die alles richtig macht, aber die, die ihr Herz auf der Platte lässt. Leidenschaft, Herzblut, Nahbarkeit, die in jeder Situation zu spüren ist, das muss jeder vor dem Bildschirm sehen“, forderte der einstige DHB-Funktionär im RedaktionsNetzwerk Deutschland. Hanning ergänzte: „Ich rede auch über Vorbilder und das Vorbild, zu führen. Nur so können wir ein Abschneiden wie das der Fußballer vermeiden.“

Hanning sieht Chance für Handball

Nach dem desolaten Auftritt des DFB-Teams in Katar könne der Handball beim Turnier in Polen und Schweden „viele neue Anhänger gewinnen und – fast noch wichtiger – verloren gegangenes Renommee für den deutschen Sport zurückerobern“, so der Geschäftsführer des Bundesliga-Tabellenführers Füchse Berlin.

Die Menschen in Deutschland seien des Fußballs ein Stück weit überdrüssig. Das würden auch die abgestürzten TV-Quoten belegen.

„Sie lechzen nach authentischen und nahbaren Profisportlern, die ohne Effekthascherei die große Bühne bei ARD und ZDF entern. Dem Handball bietet sich die große Chance, den Fußball in den kommenden Wochen in den Schatten zu stellen und eine neue Euphorie zu entfachen“, erhofft sich Hanning.

Hanning: „Was mir auf den Nerv ging, ist diese Kommerzialisierung“

Hanning betonte, dass es ihm „nicht um ein Bashing des Fußballs oder eine Aufwertung des Handballs“ gehe.

Ihn hätten einige Dinge am WM-Auftritt der Spieler trotzdem aufgeregt: „Was mir auf den Nerv ging, ist diese Kommerzialisierung und das Thema, wir stellen PR vor Leidenschaft und Leistung. Das, was da passiert ist, haben nicht die Spieler zu verantworten, sondern die, die vorher nicht dafür gesorgt haben, Politik und Sport zu trennen“, sagte der Handball-Manager.

Im Jahr 2015 wurde die Handball-WM ebenfalls in Katar ausgetragen. Politik habe zu diesem Zeitpunkt für das Turnier kaum eine Rolle gespielt.

„Das ist das Benutzen einer Sportart. Du kannst sagen: Ich fahre da nicht hin. Das Recht hast du, als Journalist, als Sportler, als Fan. Wenn ich mich entscheide, nach Katar zu fahren, muss ich gewisse Regeln akzeptieren“, sagte Hanning. „Und wir sind nicht die Wertepolizei. Wenn es andere Kulturen, andere Sitten gibt, muss ich gewisse Dinge hinnehmen. Das heißt nicht, dass ich das richtig finde, was da passiert.“

Klare Zielsetzung für WM-Handballer

Die WM-Vorbereitungen der deutschen Handballer sind in den letzten Zügen. Am Freitag wartet im ersten Gruppenspiel Katar.

Das Handball-Team habe nach dem Vorrunden-Aus der Fußballer „die Chance, positiv zu überraschen, auf und neben dem Feld“, so der 54-Jährige.

Für Hanning gibt es klare Ziele bei dem Turnier in Polen und Schweden: „Das Halbfinale muss immer das Ziel für Deutschland sein. Den Anspruch müssen wir immer noch haben.“

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