Hanning: "Nicht alles im Keim ersticken"

SID
·Lesedauer: 1 Min.
Hanning: "Nicht alles im Keim ersticken"
Hanning: "Nicht alles im Keim ersticken"

Bob Hanning hat sich für eine möglichst schnelle Rückkehr der Zuschauer in die Hallen und Stadien sowie gegen bürokratische Hürden ausgesprochen.

"Hier braucht es gute Konzepte, Mut und ein Denken in Lösungen", schrieb der Geschäftsführer von Bundesligist Füchse Berlin in einem Gastbeitrag bei handball-world.com: "Wir dürfen nicht alles immer schon vorab verurteilen, schlechtreden und im Zweifel mit der großen Keule Datenschutz im Keim ersticken."

Mit dem Berliner Senat werde derzeit an einer sicheren Zuschauerrückkehr gearbeitet. Dabei dürfe aber "nicht Datenschutz viel wichtiger sein als unsere Freiheit und eine Rückkehr zur Normalität", so Hanning, Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB).

"Der Profisport hilft uns in diesen Zeiten, den Fokus auf Sport nicht vollends zu verlieren. Doch am Ende geht es darum, dass Jugend- und Breitensport schnellstmöglich wieder stattfinden kann und seine gesellschaftliche Rolle erfüllt", schrieb Hanning und äußerte Sorge um den Nachwuchs.

Derzeit könnten "sieben Millionen Kinder in Deutschland ihren Sport nicht ausüben. Wir müssen aufpassen, dass wir den Kampf um die Aufmerksamkeit in der Freizeit nicht gegen PlayStation, Netflix und Smartphone verlieren."

In dieser Hinsicht sei auch die erfolgreiche Olympia-Qualifikation des Nationalteams enorm wichtig gewesen, für Hanning geht es um die "Leuchtturmfunktion. Die Olympischen Spiele haben eine Vorbildwirkung, bringen Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum Sport. Das dürfen wir nicht aus dem Auge verlieren."