„Handys sind Produktivitätskiller" – so schaffte es Astalea-Gründerin Kim Lohmar zum Erfolg

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„Viele Menschen lassen sich von Hindernissen entmutigen,“ sagt die Astalea-Gründerin Kim Lohmar.
„Viele Menschen lassen sich von Hindernissen entmutigen,“ sagt die Astalea-Gründerin Kim Lohmar.

„Eine tolle Frau,“ sagte Jurorin Judith Williams sichtbar fasziniert von Kim Lohmar nach ihrem Auftritt bei der TV-Show „Die Höhle der Löwen.“ Dort präsentierte die gebürtige Siegburgerin in der zehnten Staffel ihren Aroma-Duftstein aus Kieselgur für das Armaturenbrett im Auto. Auch Ralf Dümmel, der sich mit 70.000 Euro 20 Prozent der Unternehmensanteile von Astalea sicherte, kam ins Schwärmen und nannte sie eine „Vorzeige-Gründerin.“ Heute verrät uns die ehemalige Gebietsleiterin von L'Oreal, wie sie ihren Arbeitstag erfolgreich gestaltet.

Kim, mit welchem Wort ließe sich deine Arbeitsweise am besten beschreiben?

Eifrig.

Hast du eine bestimmte Routine in deinem Arbeitstag?

Ich erstelle mir jeden Morgen eine To-Do-Liste und versuche diese nach Prioritäten zu sortieren. Generell versuche ich, soviel Fokus wie möglich auf Aufgaben zu setzen, die nicht dringlich sind, aber wichtig für den längerfristigen Erfolg. Diese geraten schnell in Vergessenheit, machen aber am Ende den Unterschied.

Inwiefern arbeitest du anders als andere Menschen?

Ich glaube, viele Menschen lassen sich von Hindernissen entmutigen und neigen dazu, mehr in dem Problem als in der Lösung präsent zu sein. Ich arbeite grundsätzlich sehr lösungsorientiert und wertschätze dennoch die Fehler, weil man aus ihnen lernen kann. Letzteres versuche ich immer sehr schnell zu tun.

Gibt es deiner Meinung nach einen absoluten Produktivitätskiller?

Handy, wenig Schlaf (über einen längeren Zeitraum) und zu wenig körperliche Auslastung.

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus? Herrscht kreatives Chaos oder überschaubarer Minimalismus?

Minimalismus.

Wie baust du beruflichen Stress ab?

Absolut durch Sport, Musik und Autofahren.

Was ist dein bester Produktivitäts-Tipp?

Do one thing at a time! Multitasking ist nicht immer von Vorteil. Ich glaube, dass man eine Wassermelone unter dem Arm schneller und sicherer ans Ziel bringen kann als zwei.

Auf welche Tools könntest du nie verzichten?

Im direkten beruflichen Kontext Sendcloud und Google Analytics für den eigenen Onlineshop. Zum Vorplanen eines Instagram-Feeds bin ich ein großer Fan der Preview-App. Die Word-Swag-App nutze ich relativ häufig, um kleine graphische Arbeiten selber zu machen und Content zu produzieren.

Welches Tool hättest du gerne schon früher gekannt?

Die Blinkist App: Um sich auf persönlicher und beruflicher Ebene weiterzuentwickeln und sich schnell und komprimiert viel Wissen anzueignen, ist sie ein absolutes Must-Have!

Hast du eine Empfehlug für ein Buch oder einen Podcast zum Thema Produktivität?

Der Klassiker: "Die 7 Wege zur Effektivität"!

Gibt es etwas, in dem du nicht so gut bist, wie du es gerne wärst?

Ich bin oft ein kreativer Chaot und nehme mir Kritik viel zu sehr zu Herzen. Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster und stelle die These auf, dass Frauen im Allgemeinen nicht so selbstgefällig und viel kritischer mit sich selbst sind als Männer. An diesen Dingen möchte ich gerne arbeiten. Jedoch verfolge ich absolut den Ansatz des Pinguin-Prinzips: Schaffe eine Umgebung, in der du deine Stärken ausleben kannst, statt an deinen Schwächen rumzudoktern.

Was ist der beste Rat, den du anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben kannst?

Dranbleiben. Immer weitermachen. Nie satt werden.

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