Handy-Bank N26 holt Geld in Coronakrise bei 3,5-Mrd.-$-Bewertung

Stephan Kahl und Sarah Syed

(Bloomberg) -- Die Handy-Bank N26 holt sich mitten in der Coronakrise weitere 100 Millionen Dollar an frischem Geld. Das Unternehmen hat die letzte Finanzierungsrunde von 470 Millionen Euro auf 570 Millionen Euro erweitert, wie Finanzchef Maximilian Tayenthal im Interview mit Bloomberg erklärte. Die Bewertung sei mit 3,5 Milliarden Dollar unverändert geblieben.

Die Mittel werden laut Tayenthal verwendet, um die Produktentwicklung zu beschleunigen und die Präsenz in Kernmärkten zu stärken. Unterm Strich hat N26 bislang rund 800 Millionen Dollar von Investoren eingesammelt.

Die Coronakrise hinterlässt auch bei N26 Spuren. Das Management will rund 10% der Belegschaft in Kurzarbeit schicken und selbst auf einen Teil seines Gehaltes verzichten, hatte das Unternehmen vor kurzem vermeldet.

Zudem ist die Handy-Bank gerade dabei, sich aus dem britischen Markt zurückzuziehen. Hunderttausende Konten sollten früheren Angaben zufolge geschlossen werden. Begründet wurde der Schritt mit dem Brexit und der damit einhergehenden Notwendigkeit einer Banklizenz. In den USA macht das Unternehmen zwar weiter, muss dort aber den Abgang des lokalen Chefs verkraften.

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