Hands-On: Moto Z2 Play

Thaddeus Herrmann
Moto Z2 Play hands-On


Anschließend an die gestrige Berichterstattung zum neuen Moto Z2 Play, hier noch ein paar weitere Infos und erste Eindrücke. Lenovo hat bereits in der vergangenen Woche erste Testgeräte an deutsche Medien verteilt, auch die Engadget-Redaktion wurde dabei bedacht und nicht nur mit dem Telefon selbst, sondern auch zwei Moto Mods ausgestattet: dem Lautsprecher Add-On von JBL –dem Soundboost 2 – und dem Style Shell, das induktives Laden des Smartphones ermöglicht (kompatibel mit Qi- und PMA-Standard).

Über das Telefon selbst gibt es wenig bis gar nichts Neues zu berichten: Mit 5,99 Millimetern ist es beeindruckend dünn. So dünn, dass es sich zwar nicht zerbrechlich anfühlt, die hervorstehende Kamera auf der Rückseite dabei jedoch unverhältnismäßig wirkt. Abhilfe schafft die an die andockbare Schale (im Bild oben rechts), die das Gleichgewicht wieder herstellt und dabei das Gewicht des Telefons von 145 Gramm so gut wie nicht erhöht. Das Gleiche gilt für das Style Shell, dass das induktive Laden ermöglicht. Ausprobieren ließ sich diese Funktion ob fehlender Lade-Pads nicht. Bonus: Die geriffelte und an Nylon erinnernde Oberfläche verleiht dem Z2 Play extra Halt und fühlt sich angenehm an. Wer ein kompatibles Lade-Pad bereits zu Hause hat, für den lohnt sich die Investition von 50 Euro unter Umständen.


Moto Z2 Play Style Shell für induktives Laden (AOL)
Moto Z2 Play Style Shell für induktives Laden (AOL)


Wer das Moto Z2 Play im deutschen Handel kauft, bekommt für die 519 Euro UVP den Soundboost 2 von JBL gratis dazu. Der Lautsprecher wurde laut Motorola gegenüber der ersten Version nochmal verbessert. Mag mag stimmen, wirklich überzeugende Ergebnisse liefert der Speaker aber dennoch nicht. Natürlich wird der Sound so im Vergleich mit dem eingebauten Smartphone-Lautsprecher lauter und bekommt mehr Wumms. Ob dieser Wumms jedoch wünschenswert ist? Selbst in Verbindung mit der JBL-App, die ein paar Presets für den Equalizer bietet und demnächst noch mit einem PlugIn für "immersive Sound" ausgestattet werden soll, sind die Ergebnisse ausgesprochen bescheiden. Außer laut kann der Soundboost 2 nämlich so gut wie gar nichts. Am besten zu ertragen ist der Lautsprecher bei leiser Klassik, wobei selbst bei Klavierkonzerten die aufgezogenen Mitten sehr bald im Ohr schmerzen. In den Bässen und Höhen tut sich so gut wie nichts. Wer wirklich gar keinen Lautsprecher zu Hause hat, für den ist der Soundboost 2 natürlich ein Gewinn, auch der S-Bahn kann man Mitreisende bestimmt mitreißend nerven, aber: Musik hat wirklich etwas Besseres verdient, Motorola. Lenovo. Wer gerade mitliest.


(AOL) (AOL)




Die auf den Bildern zu sehende blaue Version des Lautsprechers wird übrigens nur im freien Handel als Zubehör erhältlich sein (100 Euro), im Lieferumfang des Smartphones ist die schwarze Variante enthalten. Ob sich an der Sound-Qualität mit Hilfe von Software-Updates noch etwas verbessern lässt, bleibt abzuwarten. Wünschenswert wäre es allemal, denn Idee, an sein Telefon einfach einen kleinen Lautsprecher andocken zu können, ist schon verführerisch, so wie es JBL hier vorführt, aber einfach nicht gut. Und das wiederum ist das falsche Signal, um die Moto Mods wirklich zu einem Erfolg werden zu lassen. Immerhin soll oder könnte die Audio-Reise der Moto Mods ja weitergehen.

Mehr zum neuen Moto Z2 Play demnächst.