„Handfeste Halbnazis“: Harter Schlagabtausch beim Fünfkampf um Platz 3

Digitalisierung, innere Sicherheit, Bildung, Flüchtlingskrise, Mietpreisbremse und Dieselabgase — eine breite Palette an Themen beackern die Spitzenkandidaten von Linken, Grünen, FDP, CSU und AfD am Montagabend beim „Fünfkampf“ in der ARD.

Deutlich dabei: Im Kampf um Platz Drei schenken sich die angetretenen Politiker nichts und versuchen dazu immer wieder aus dem engen Korsett der Sendung auszubrechen. Die zwei Moderatoren achten jedoch auf Disziplin, erteilen das Wort und wachen streng darüber, dass Stellungnahmen nicht ausfransen — was mal mehr mal weniger gut gelingt. Da regt sich wie bei FDP-Chef Christian Lindner schon mal Widerstand.

Denn nachdem AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel Ausführungen zur Mietpreisbremse genutzt hat, um sich über die Europolitik und die Nullzinspolitik der EZB zu beschweren, wird Lindner von WDR-Journalistin Sonia Mikich dazu das Wort verwehrt: „Wir dürfen nichts sagen zum Thema Wohnen und Euro?“, empört sich der 38-Jährige. „Ich durfte auch nichts zur Digitalisierung sagen“, entfährt es da sogleich Grünen-Chef Cem Özdemir.

Fünfkampf im ARD

Die Spitzenkandidaten brennen erkennbar darauf, möglichst viel von ihren Inhalten rüberzubringen. Als sie sich nach Belieben gegenseitig eine Frage stellen dürfen, verhallt der Hinweis der Moderatoren  „Keine Monologe!“ — entsprechend im Nirwana. Und wenn es doch mal zu Widerstand kommt, dann kunterbunt durcheinander.

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