Handelsstreit trübt die Stimmung an den Aktienmärkten

Der Aktienhandel an den europäischen Börsen wurde von dem Zollstreit zwischen den USA und China überschattet. Viele Anleger haben ihre Positionen verringert.


Der eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und China trübt die Stimmung an den europäischen Aktienmärkten weiter ein. Der deutsche Leitindex Dax lag am Mittwoch im Handelsverlauf 0,5 Prozent tiefer bei 12.290 Punkten.

Schwächer als der Dax präsentierte sich zur Wochenmitte auch der MDax der mittelgroßen Unternehmen. Er fiel um 0,9 Prozent auf 25.643 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,4 Prozent. Der Euro-Zonen-Leitindex Euro Stoxx 50 hingegen pendelte um den Vortagesschluss.


Derweil werfen die US-Importzölle auf chinesische Produkte, die an diesem Freitag in Kraft treten sollen, und die von Peking angedrohten Gegenmaßnahmen bereits ihre Schatten voraus. Die Wall Street hatte am Dienstag den verkürzten Handel mit Verlusten beendet und bleibt am Mittwoch wegen des Unabhängigkeitstages in den Vereinigten Staaten geschlossen. Von den schwachen asiatischen Märkten kam ebenfalls keine Unterstützung für den Dax, und die Agenda an Konjunkturdaten und Unternehmenszahlen blieb übersichtlich.

Im Dax zählten die Aktien des Halbleiterkonzerns Infineon mit einem Minus von mehr als zwei zu den größten Verlierern. Dass der US-Chiphersteller Micron Technology laut einem Konkurrenten viele seiner Produkte vorerst nicht mehr nach China verkaufen darf, sorge auch hierzulande für eine negative Branchenstimmung, erklärte ein Händler. China ist der größte Markt für Halbleiter. Micron selbst wollte sich zu der Meldung zunächst nicht äußern.

Beim Sportartikelhersteller Puma mussten die Anleger einen Kursrückgang von rund zwei Prozent verkraften. Die Herzogenauracher sind Sponsor der Schweizer Fußball-Nationalmannschaft, die im Achtelfinale der laufenden Weltmeisterschaft ausgeschieden war.

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