Handelsgespräche zwischen EU und Australien nach U-Boot-Streit verschoben

·Lesedauer: 1 Min.
Macron auf australischem U-Boot (AFP/BRENDAN ESPOSITO)

Nach dem U-Boot-Streit zwischen Frankreich und Australien ist eine weitere Runde von Handelsgesprächen zwischen Australien und der EU verschoben worden. Die Verhandlungsrunde über das geplante Freihandelsabkommen FTA solle nun im November stattfinden, sagte ein EU-Vertreter am Freitag der Nachrichtenagentur AFP in Canberra.

Australien hatte vor rund zwei Wochen ein lange geplantes milliardenschweres U-Boot-Geschäft mit Frankreich platzen lassen und sich stattdessen für Atom-U-Boote aus US-Produktion entschieden. Die Entscheidung hatte schwere diplomatische Spannungen zwischen Frankreich und Australien ausgelöst. Paris hatte Canberra der Lüge bezichtigt und dessen Vertrauenswürdigkeit in Zweifel gezogen.

Australiens Handelsminister Dan Tehan erklärte am Freitag, Australien habe Verständnis für Frankreichs Reaktion auf die U-Boot-Entscheidung, aber letztlich müsse jedes Land im eigenen Interesse handeln. Für kommende Woche kündigte er ein Treffen mit EU-Handelskommissar Valdis Dombrovskis zur Vorbereitung der FTA-Verhandlungsrunde an.

Die EU ist der drittgrößte Handelspartner Australiens. In der geplanten nächsten Runde der Handelsgespräche sollte es um die Bereiche Handel, Dienstleistungen, Investitionen und Urheberrechte gehen.

gt

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.