Handel im Darknet: Urteil: Jahrelange Haftstrafe für Dealer-Ehepaar aus Berlin

Bei der Festnahme stellten Fahnder mehr als 3000 Ecstasy-Tabletten und andere Drogen sicher

Ein Berliner Ehepaar muss nach einem schwunghaften Handel mit Drogen über das Darknet für Jahre ins Gefängnis. Gegen den 30-jährigen Mann ergingen fünfeinhalb Jahre Haft. Der Angeklagte sei der Initiator gewesen, begründete das Landgericht der Hauptstadt am Montag. Die 35-jährige Frau erhielt vier Jahre und zwei Monate Haft. In zwei von elf verurteilten Fällen sei sie Mittäterin gewesen. Das Paar soll rund 241 000 Euro eingenommen haben. Der geständige Mann hatte erklärt, seine Frau sei "nur Gehilfin" gewesen.

Die Eheleute aus dem Stadtteil Hohenschönhausen sollen nach den Ermittlungen auf verschiedenen Plattformen in versteckten Bereichen des Internets, dem sogenannten Darknet, Verkäufer-Accounts eingerichtet haben. Von Dritten hätten sie in der Zeit von September 2015 bis November 2016 Betäubungsmittel – darunter Kokain, Ecstasy und Amphetamin – über das Internet erworben und verkauft. Das Rauschgift sei in der Regel per Post verschickt worden.

"Die ganze kriminelle Energie ging von mir aus", sagt der Mann

"Der Mann hat das Ganze durchdacht und organisiert, die Frau hat den Tatplan sukzessive mitgetragen", sagte der Staatsanwalt. Der einschlägig vorbestrafte Mann hatte Drogengeschäfte gestanden und erklärt: "Die ganze kriminelle Energie ging von mir aus." Seine Frau aber habe er "nicht als Mittäterin gesehen". Sie habe höchstens Botendienste erledigt.

Bei der Festnahme der Eheleute vor neun Monaten stellten Fahnder mehr als 3000 Ecstasy-Tabletten, 90 Gramm Kokain und fast 800 G...

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