Handball: Michelmann sieht Frauen-EM als "Blaupause" für Männer-WM und wünscht sich Spielverlegungen

SID
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DHB-Präsident Andreas Michelmann sieht im aktuellen Ablauf der Frauen-EM ein Musterbeispiel für die bevorstehende Männer-WM in Ägypten (13. bis 31. Januar) und appelliert an die internationalen Verbände, in Zeiten der Corona-Pandemie die gleichen Voraussetzungen zu schaffen. "Das ist eine Blaupause, wie man eine internationale Meisterschaft organisieren und veranstalten kann", sagte Michelmann in seinem EM-Fazit des Frauenturniers.

"Genau so kann man es und muss man es organisieren. Wir haben hier die Sicherheit an Platz eins gestellt und konsequent auf die Quarantäne geachtet", sagte Michelmann in einer virtuellen Pressekonferenz. Man könne die Männer-WM genauso so spielen wie das Frauenturnier, so der Verbandschef und betonte dabei: "Dann muss man aber auch die Bedingungen schaffen, wie sie hier geschaffen worden sind."

Um eine ausreichende Quarantänezeit für die Spieler sicherzustellen, appellierte Michelmann an die Europäische Handball-Föderation (EHF), die EM-Qualifikationsspiele (6. und 10. Januar gegen Österreich) unmittelbar vor dem WM-Start zu verschieben.

"Ich würde mir wünschen, dass auch die EHF konsequent darüber nachdenkt, ob zu diesen Zeiten eine EM-Qualifikation unbedingt erforderlich ist. Oder ob es mit Blick auf eine WM nicht wert ist zu sagen, okay, wir verzichten auf die EM-Qualifikationsspiele - im Interesse der Sicherheit der Spieler und im Interesse der Sicherheit des größeren Turniers", sagte Michelmann. Sieben Tage brauche eine Mannschaft vor dem Turnier, "damit die Spieler sicher in die Bubble reingehen können". Vor dem Turnier der Frauen waren zwei Testspiele kurzfristig abgesagt worden.