Handball: HC Leipzig erreicht Teilerfolg vor Schiedsgericht

SID
Handball: HC Leipzig erreicht Teilerfolg vor Schiedsgericht

Der finanziell angeschlagene sechsmalige deutsche Frauenhandball-Meister HC Leipzig hat am grünen Tisch einen Teilerfolg errungen und darf doch noch auf die Lizenz für die kommende Bundesligasaison hoffen. Das extra für den Fall eingesetzte Schiedsgericht unter Vorsitz der Rechtsanwältin und ehemaligen Sportfunktionärin Sylvia Schenk entschied, dass die Handball-Bundesliga der Frauen (HBF) den Leipzigern unter einer Bedingung die Lizenz für die Spielzeit 2017/2018 erteilen muss.
Wie die HBF mitteilte, müsse "bis zum 14. Juli die unwiderrufliche Einzahlung einer Eigenkapitalerhöhung in Höhe von 600.000 Euro" nachgewiesen werden. Eine rechtlich weniger relevante  Auflage an den Lizenzerhalt sei laut HBF zudem "der Nachweis der Auszahlung aller noch ausstehenden Löhne bis einschließlich Juni 2017".
Die Leipziger werteten die Entscheidung als Erfolg. "Wir sind sehr erleichtert", sagte Manager Kay-Sven Hähner. Zudem teilten die Leipziger mit, dass drei Bescheide der HBF vom Schiedsgericht aufgehoben worden seien.
Der Traditionsklub hatte die Lizenz am 19. Mai lediglich unter einer aufschiebenden Bedingung erhalten, diese bis zum 31. Mai aber nicht erfüllt. Ein Einspruch gegen den Lizenzentzug war abgewiesen worden.