Handball: Füchse wollen Krise des Rekordmeisters ausnutzen

Kiels Trainer Alfred Gislason (m.) steht schwer unter Druck.

Berlin.  Für den THW Kiel war die Enttäuschung am Mittwoch groß. Durch die Niederlage im Achtelfinale des DHB-Pokals gegen den TSV Hannover-Burgdorf hat der 20-fache Deutsche Meister und 10-fache Pokalsieger den ersten Titel in dieser Saison bereits verpasst. "Die Atmosphäre ist da jetzt nicht so gut, das kann ein Vorteil für uns sein", sagt Füchse-Kapitän Petr Stochl. Wenn die Berliner Handballer den strauchelnden THW an diesem Sonnabend in eigener Halle empfangen (14 Uhr, RBB), wollen sie ihre Chance nutzen und nach sieben Jahren endlich mal wieder ein Heimspiel gegen Kiel gewinnen.

Füchse in der Favoritenrolle

Die Voraussetzungen dafür könnten kaum besser sein, denn während die Füchse mit 16:2 Punkten selbstbewusst auf Rang zwei der Bundesliga-Tabelle stehen und zuletzt Flensburg aus dem Pokal warfen, rangiert die Mannschaft von Alfred Gislasson mit 10:8 Punkten auf Rang acht. Nach dem Umbruch im vergangenen Jahr herrscht noch Verunsicherung im Team, außerdem fehlt dem THW mit Domagoj Duvnjak (Knieoperation) noch immer sein herausragender Rückraumregisseur. Berlins Kapitän Stochl geht sogar so weit, zum ersten Mal in seinen zwölf Jahren bei den Füchsen zu sagen: "Kiel ist nicht der Favorit."

Unterschätzen werden die Füchse den Rekordmeister aber nicht. "Auch, wenn sie gerade in einer Krise stecken, ist Kiel eine Topmannschaft", sagt Petar Nenadic. Besonders mit dem Torhütergespann um Niklas Landin und Andreas Wolff hatten er und seine Mitspieler im vergangenen Jahr große Probleme. Hin...

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