Handball: Fäth wirft die Füchse zum furiosen Derby-Sieg

Steffen Fäth (Mitte) spielte in Magdeburg groß auf und erzielte insgesamt zehn Tore

Zehn Minuten vor Spielende gelang Steffen Fäth der Wurf des Tages: Mehr als zehn Meter stand der Handballer der Füchse Berlin vom Tor entfernt. Aus dem Stand traf er zum 23:20 und brachte sein Team damit entscheidend in Führung. "Wir hatten nur noch einen Pass, also musste ich ja werfen. Ich bin froh, dass er reingegangen ist", sagte Fäth in seiner gewohnt trockenen Art. Noch einmal muss die Zahl zehn bemüht werden, denn so oft traf Fäth als bester Torschütze der Bundesliga-Partie zwischen dem SC Magdeburg und den Füchsen Berlin, die am Donnerstagabend zum ersten Mal seit September 2013 einen Sieg aus der Magdeburger Arena entführen konnten.

Vor 6472 Zuschauern siegten die Berliner 30:26 (13:13) und haben sich damit auf Platz zwei der Bundesliga einsortiert. Im Ost-Derby präsentierten die Füchse eine Souveränität, mit der auch Bob Hanning vor der Partie nicht gerechnet hätte. "Wir haben so viele Kranke", hatte der Geschäftsführer vor Spielbeginn geklagt. So konnte Hans Lindberg die Reise nach Magdeburg wegen einer starken Erkältung gar nicht erst antreten. Auch die Torhüter Petr Stochl und Silvio Heinevetter kämpften noch immer mit der Grippe.

"Wir sind mit Berlin auf Augenhöhe", hatte Marc-Henrik Schmedt, Geschäftsführer des SC Magdeburg vor der Partie gesagt. Genauso präsentierten sich die beiden Teams in der ersten Hälfte auch. Nach dem 2:0 der Füchse konnte sich über 30 Minuten kein Team mehr um mehr als ein Tor absetzen. Als fünf Minuten vor Ende der ersten Hälfte sowohl J...

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