Handball: Infos zur EM 2018: Spielplan und Hauptrunden-Gruppen

Die 13. Handball-Europameisterschaft findet vom 12. bis zum 28. Januar 2018 in Kroatien statt. Auf SPOX findest du alle wichtigen Infos zur EM: Termine, Spielplan, TV-Programm, Gruppen, Modus und das DHB-Team. Am Sonntag hat der DHB in der Hauptrunde zum wichtige Spiel gegen Dänemark knapp verloren .

Die 13. Handball-Europameisterschaft findet vom 12. bis zum 28. Januar 2018 in Kroatien statt. Auf SPOX findest du alle wichtigen Infos zur EM: Termine, Spielplan, TV-Programm, Gruppen, Modus und das DHB-Team. Am Sonntag hat der DHB in der Hauptrunde zum wichtige Spiel gegen Dänemark knapp verloren.

Seite 1: Übertragung, Modus und Spielplan

Die Europameisterschaft wird von der Europäischen Handballföderation (EHF) ausgetragen und ist neben der Weltmeisterschaft und den Olympischen Spielen eines der drei absoluten Highlights im internationalen Handball. Für viele Experten ist die EM sogar das beste Handball-Turnier überhaupt.

Anders als bei Olympia oder einer Weltmeisterschaft sind bei einer EM nämlich keine hoffnungslos unterlegenen Handball-Exoten vertreten, weshalb nahezu jedes Spiel spannend ist und jedes Team von der ersten Partie an alles in die Waagschale werfen muss.

2018 findet die Europameisterschaft nach 2000 bereits zum zweiten Mal im handballverrückten Kroatien statt. Titelverteidiger ist Deutschland, das sich 2016 in Polen völlig überraschend den Titel gesichert hatte.

Wo kann ich die Handball-EM 2018 im TV sehen?

Die Spiele der deutschen Nationalmannschaft werden allesamt live im öffentlich-rechtlichen Fernsehen von ARD und ZDF übertragen. Außerdem findet Ihr bei SPOX zu jedem DHB-Spiel einen LIVETICKER .

Die Spiele ohne Beteiligung der DHB-Jungs können die Fans bei Sportdeutschland.TV sehen. Der Online-Sender zeigt gemeinsam mit seinem Handball-Ableger Handball-Deutschland.TV alle Spiele ohne deutsche Beteiligung.

Zu sehen gibt es das Ganze auf www.sportdeutschland.tv und www.handball-deutschland.tv via Desktop, mobile oder SmartTV über HbbTV. Zusätzlich stehen nach Abpfiff alle Spiele - auch die deutschen - im Re-Live sowie als Highlights zur Verfügung. Und zwar kostenlos.

Auf dem SmartTV gelangen die Fans über den red button auf der Fernbedienung zu Livestreams, Aufzeichnungen, Highlights, Hintergründen und Tabellenständen.

In welchem Modus wird die Handball-EM 2018 ausgetragen?

Die insgesamt 16 teilnehmenden Nationen sind in vier Gruppen zu jeweils vier Mannschaften unterteilt. Die jeweils drei besten Teams jeder Gruppe ziehen in die Hauptrunde ein. Dabei werden die Punkte mitgenommen, die gegen die beiden ebenfalls weitergekommenen Teams in der Vorrunde gesammelt wurden.

Die Hauptrunde besteht aus zwei Sechsergruppen. Die jeweils besten drei Teams aus Vorrunden-Gruppe A und Vorrunden-Gruppe B bilden die Hauptrunden-Gruppe 1. Die jeweils besten drei Teams aus Vorrunden-Gruppe C und Vorrunden-Gruppe D bilden die Hauptrunden-Gruppe 2.

Jede aus Vorrunden-Gruppe A weitergekommene Nation spielt in der Hauptrunde gegen jede aus Vorrunden-Gruppe B weitergekommene Mannschaft und umgekehrt. Gleiches gilt für die Teams aus den Vorrunden-Gruppen C und D. Somit hat jede Mannschaft in der Hauptrunde noch einmal drei Spiele.

Die jeweils besten zwei Mannschaften aus den Hauptrunden-Gruppen 1 und 2 ziehen ins Halbfinale ein. Dort trifft der Erstplatzierte aus Hauptrunden-Gruppe 1 auf den Zweitplatzierten aus Hauptrunden-Gruppe 2. Der Erstplatzierte aus Hauptrunden-Gruppe 2 bekommt es mit dem Zweitplatzierten aus Hauptrunden-Gruppe 1 zu tun. Die Sieger stehen sich anschließend im Finale gegenüber, die Verlierer im Spiel um Platz 3.

Hauptrunden-Gruppen

Gruppe 1

Platz Team Spiele Tore Punkte
1. Frankreich 3 87:73 6
2. Kroatien 4 120:108 6
3. Norwegen 4 124:119 4
4. Schweden 3 82:79 4
5. Weißrussland 3 76:90 0
6. Serbien 3 74:94 0

Spielplan der Gruppe 1

Datum Uhrzeit Begegnung Ergebnis Topscorer
18.01. 18.15 Uhr Serbien - Norwegen 27:32

Zesum, Beljanski (5) -
Björnsen, Sagosen (5)

18.01. 20.30 Uhr Kroatien - Weißrussland 25:23

Stepancic, Mamic (5) -
Yurynok (6)

20.01. 18.15 Uhr Schweden - Frankreich 17:23

Jeppson, S. (4) -

Sorhaindo, C. (5)

20.01. 20.30 Uhr Kroatien - Norwegen 32:28

Strlek, M. (6) -

Sagosen, S. (7)

22.01. 18.15 Uhr Serbien - Frankreich
22.01. 20.30 Uhr Schweden - Weißrussland
24.01. 16 Uhr Serbien - Weißrussland
24.01. 18.15 Uhr Schweden - Norwegen
24.01. 20.30 Uhr Kroatien - Frankreich

Gruppe 2

Platz Teams Spiele Tore Punkte
1. Dänemark 4 109:103 6
2. Spanien 3 85:60 4
3. Deutschland 4 97:95 4
4. Mazedonien 3 70:80 3
5. Tschechien 3 62:81 2
6. Slowenien 3 77:81 1

Spielplan der Gruppe 2

Datum Uhrzeit Begegnung Ergebnis Topscorer
19.01. Slowenien - Dänemark 28:31

Zarabec, Miha (6) -

Svan, Lasse (11)

19.01. Deutschland - Tschechien 22:19

Fäth, Steffen (8) -

Cip, Tomas (6)

21.01. Mazedonien - Spanien 20:31

Manaskov/ Stoilov (4)

Gurbindo, E. (6)

21.01 Deutschland - Dänemark 25:26 Kühn (6) - Lindberg (8)
23.01. Slowenien - Spanien
23.01. Mazedonien - Tschechien
24.01. Mazedonien Dänemark
24.01. Deutschland - Spanien
24.01. Slowenien - Tschechien

Vorrunden-Gruppen, Spielplan und Termine

Tabelle der Gruppe A

Platz Team Spiele Tore Punkte
1. Kroatien 3 92:79 4
2. Schweden 3 89:82 4
3. Serbien 3 76:88 2
4. Island 3 74:82 2

Spielplan Gruppe A in Split

Datum Uhrzeit Begegnung Ergebnis Topscorer
Freitag, 12.01.2018 18.15 Uhr Schweden - Island 24:27 Gottfridsson (6) - Gudmundsson (7)
Freitag, 12.01.2018 20.30 Uhr Kroatien - Serbien 32:22 Stepanovic (6) - Nenadic (6)
Sonntag, 14.01.2018 18.15 Uhr Serbien - Schweden 25:30 Ilic (5) - Lagergren (5)
Sonntag, 14.01.2018 20.30 Uhr Island - Kroatien 22:29 Palmarsson (5) - Cindric (7)
Dienstag, 16.01.2018 18.15 Uhr Serbien - Island 29:26 Radivojevic, Sesum (5) - Sigurdsson (8)
Dienstag, 16.01.2018 20.30 Uhr Kroatien - Schweden 31:35 Cupic (7) - Lagergren (6)

Tabelle der Gruppe B

Platz Team Spiele Tore Punkte
1. Frankreich 3 97:82 6
2. Norwegen 3 103:88 4
3. Weißrussland 3 80:91 2
4. Österreich 3 80:99 0

Spielplan Gruppe B in Porec

Datum Uhrzeit Begegnung Ergebnis Topscorer
Freitag, 12.01.2018 18.15 Uhr Weißrussland - Österreich 27:26 Kulesh (7) - Bilyk (8)
Freitag, 12.01.2018 20.30 Uhr Frankreich - Norwegen 32:31 Mahe (8) - Tönnesen (7)
Sonntag, 14.01.2018 18.15 Uhr Österreich - Frankreich 26:33 Weber (5) - Guessan (7)
Sonntag, 14.01.2018 20.30 Uhr Norwegen - Weißrussland 33:28 Gullerud, Sagosen, Bjornsen (6) - Karalek (5)
Dienstag, 16.01.2018 18.15 Uhr Frankreich - Weißrussland 32:25 Mem (9) - Padshyvalau (6)
Dienstag, 16.01.2018 20.30 Uhr Norwegen - Österreich 39:28 Bjornsen (9) - Bilyk (9)

Gruppe C

Teams Spiele Tore Punkte
Mazedonien 3 79:77 5
Deutschland 3 82:69 4
Slowenien 3 77:69 3
Montenegro 3 66:89 0

Spielplan Gruppe C in Zagreb

Datum Uhrzeit Begegnung Ergebnis Topscorer
Samstag, 13.01.2018 17.15 Uhr Deutschland - Montenegro 32:19 Gensheimer (9) - Lipovina (7)
Samstag, 13.01.2018 19.30 Uhr Mazedonien - Slowenien 25:24 Manaskov (8) - Mlakar (4)
Montag, 15.01.2018 18.10 Uhr Slowenien - Deutschland 25:25 Zarabec (5) - Gensheimer (7)
Montag, 15.01.2018 20.30 Uhr Montenegro - Mazedonien 28:29 Cavor (6) - Kuzmanovski (5)
Mittwoch, 17.01.2018 18.10 Uhr Deutschland - Mazedonien 25:25 Weinhold (7) - Taleski (6)
Mittwoch, 17.01.2018 20.30 Uhr Montenegro - Slowenien 19:28 Sevaljevic (6) - Marguc (6)

Gruppe D

Teams Spiele Tore Punkte
Spanien 3 81:65 4
Dänemark 3 84:75 4
Tschechien 3 76:86 4
Ungarn 3 77:92 0

Spielplan Gruppe D in Varazdin

Datum Uhrzeit Begegnung Ergebnis Topscorer
Samstag, 13.01.2018 18.15 Uhr Spanien - Tschechien 32:15 Enterrios, Rivera, Sole (5) - Kasparek (5)
Samstag, 13.01.2018 20.30 Uhr Dänemark - Ungarn 32:25 Schmidt (8) - Lekai (5)
Montag, 15.01.2018 18.15 Uhr Ungarn - Spanien 25:27 Banhidi (6) - Rivera, Dujshebaev, Arino, Figueras (4)
Montag, 15.01.2018 20.30 Uhr Tschechien - Dänemark 28:27 Zdrahala (8) - Hansen (7)
Mittwoch, 17.01.2018 18.15 Uhr Tschechien - Ungarn 33:27 Zdahala (14) - Lekai (9)
Mittwoch, 17.01.2018 20.30 Uhr Spanien - Dänemark 22:25 A. Dujshebaev (6) Balling (8)
Seite 2: Spielstätten, DHB-Kader und weitere Infos

Die Spielstätten der Handball-EM 2018

Arena Zagreb (Zagreb): In der 15.200 Zuschauer fassenden Multifunktionshalle in der kroatischen Hauptstadt werden die Spiele der Vorrunden-Gruppe C mit Deutschland, der Hauptrunden-Gruppe 1 sowie die Finalspiele ausgetragen.

Spaladium Arena (Split): Die Halle in der im Süden Kroatiens gelegenen Hafenstadt bietet 12.500 Fans Platz. Hier trägt der Gastgeber seine Vorrunden-Partien aus.

Gradska dvorana Varazdin (Varazdin): Varazdin ist eine 47.000-Einwohner-Stadt im Norden des Landes. Die Handballbegeisterung ist hier enorm. Die Halle hat eine Kapazität von 5.200 Zuschauern. Hier finden die Spiele der Gruppe D und der Hauptrunden-Gruppe 2 statt. Sollte das DHB-Team also die Vorrunde überstehen, ginge es in Varazdin weiter.

Sportska dvorana Zatika (Porec): Diese Halle ist mit einer Kapazität von 3.700 Zuschauern die kleinste Spielstätte dieser EM. In der Küstenstadt im Nordwesten Kroatiens werden die Vorrunden-Spiele der Gruppe B steigen.

Wer sind die Titel-Favoriten bei der EM 2018?

Frankreich, Kroatien und Dänemark gelten als die Top-Favoriten auf den Titelgewinn. Kurz dahinter ist auch mit Spanien und Deutschland zu rechnen. Auch Norwegen darf der Einzug ins Halbfinale zugetraut werden. Sollte der Turniersieger keine der sechs genannten Nationen sein, wäre dies eine riesige Sensation.

Die Ausgangslage der deutschen Nationalmannschaft

Obwohl das DHB-Team als Titelverteidiger ins Turnier startet, gehören die Bad Boys nicht zu den absoluten Top-Favoriten. Dafür haben vor allem Dänemark und Frankreich eine zu hohe Qualität. Bei den ebenfalls starken Kroaten kommt außerdem noch der Heimvorteil dazu.

Trotzdem muss für Deutschland, das nach dem Wechsel von Dagur Sigurdsson nach Japan mit Christian Prokop einen neuen Bundestrainer hat, das Halbfinale das Ziel sein. Um dieses Ziel zu erreichen, darf sich die deutsche Mannschaft in der Vorrunde eigentlich keinen einzigen Ausrutscher erlauben und sollte mit vier Punkten in die nächste Runde gehen.

In der Hauptrunde warten nämlich aller Voraussicht nach mit Dänemark und Spanien zwei bärenstarke Teams. Sollte die Prokop-Truppe also mit vier Zählern weiterkommen, würde in der Hauptrunde womöglich ein Sieg gegen Spanien oder Dänemark reichen, um in die Runde der letzten Vier einzuziehen.

Im Testspiel gegen Island setzte sich die DHB-Auswahl kurz nach Neujahr souverän durch.

Der DHB-Kader für die Handball-EM 2018

Prokop musste einen 28er Kader melden. Aus diesem Pool darf der Bundestrainer sein finales Aufgebot für die EM auswählen. Am 15. Dezember bestimmte der 38-Jährige 20 Spieler, mit denen er die letzten Wochen der Vorbereitung bestreiten wird. Acht weitere Akteure stehen als Reservisten parat.

Am 12. Januar muss Prokop in Zagreb das maximal aus 16 Spielern umfassende Team des DHB beim europäischen Verband melden. Allerdings legte er sich bereits fünf Tage vor Ablauf der Frist auf seinen 16er Kader für die EM fest. Während des Turniers sind sechs Wechsel mit Spielern aus dem erweiterten 28er-Kader möglich.

Das ist der 16er Kader des DHB für die EM

Position Name Verein Alter
Tor Silvio Heinevetter Füchse Berlin 33
Tor Andreas Wolff THW Kiel 26
Linksaußen Uwe Gensheimer Paris St. Germain HB 31
Rückraum links Julius Kühn MT Melsungen 24
Rückraum links Paul Drux Füchse Berlin 22
Rückraum links Finn Lemke MT Melsungen 25
Rückraum Mitte Maximilian Janke SC DHfK Leipzig 24
Rückraum Mitte Steffen Fäth Füchse Berlin 27
Rückraum Mitte Philipp Weber SC DHfK Leipzig 25
Rückraum rechts Kai Häfner TSV Hannover-Burgdorf 28
Rückraum rechts Steffen Weinhold THW Kiel 31
Rechtsaußen Patrick Groetzki Rhein-Neckar Löwen 28
Rechtsaußen Tobias Reichmann MT Melsungen 29
Kreis Jannik Kohlbacher HSG Wetzlar 22
Kreis Patrick Wiencek THW Kiel 28
Kreis Hendrik Pekeler Rhein-Neckar Löwen 26

Drei Bad Boys nicht mit zur EM - Zwei Debütanten an Bord

Bereits vor den Tests gegen Island musste Prokop sein Aufgebot ändern. Nachdem Niclas Pieckowski vom SC DHfK Leipzig seine Teilnahme aufgrund einer Schulterverletzung absagen musste, rückte sein Mannschaftskollege Maximilian Janke in die Auswahl, der es etwas überraschend nach seinem ersten Länderspiel gleich in den 16er Kader schaffte.

Dort fehlt unter anderem der Name Finn Lemke. Als Abwehrchef spielte Lemke eine zentrale Rolle beim EM-Coup 2016. Ebenfalls nicht mit nach Kroatien fliegen die Europameister Fabian Wiede und Rune Dahmke. Zudem bleibt Marian Michalczik vorerst in Deutschland.

Angesprochen auf seine Kader-Entscheidung sagte Trainer Christian Prokop: "Wir haben uns für 16 Spieler entschieden, nicht gegen vier. Das waren harte Entscheidungen." Auch gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung verteidigte Prokop sein Aufgebot: "Bei der Auswahl der Nationalspieler geht es einzig und allein um die beste Leistung."

Die Reservisten

Position Name Verein Alter
Torwart Johannes Bitter TVB 1898 Stuttgart 35
Torwart Carsten Lichtlein VfL Gummersbach 37
Linksaußen Rune Dahmke THW Kiel 24
Linksaußen Marcel Schiller Frisch Auf Göppingen 26
Rückraum links Marian Michalczik TSV GWD Minden 20
Rückraum Mitte Tim Kneule Frisch Auf Göppingen 31
Rückraum rechts Fabian Wiede Füchse Berlin 23
Rückraum rechts Franz Semper SC DHfK Leipzig 20
Rechtsaußen Tim Hornke TBV Lemgo 27
Kreis Erik Schmidt Füchse Berlin 25

Ex-Bundestrainer Brand glaubt an DHB-Team

Trotz der überraschenden Nichtberücksichtigung einiger Spieler hält Ex-Bundestrainer Heiner Brand die DHB-Auswahl für einen der Favoriten auf den Turniersieg. "Besser kann man nicht aufgestellt sei. Man sollte große Ziele haben. Mindestens das Halbfinale wird die deutsche Mannschaft schaffen. Davon bin ich überzeugt", erklärte Brand gegenüber dem SID.

Den aktuellen Trainer nimmt Brand in Schutz, er habe in der Bundesliga gezeigt, "dass er ein guter Trainer ist." Auch die Kritik an der Kadernominierung relativiert Brand, "aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sich ein Trainer darüber sehr viele Gedanken macht. Er wird seine Vorstellungen haben und glaubt, sie mit den nominierten Spielern besser verwirklichen zu können"

DHB gewinnt beide Testspiele gegen Island souverän

Die EM-Generalprobe hat die DHB-Auswahl mit Bravour bestanden. In zwei Testspielen duellierten sich die Bad Boys mit Island und beide Male gewann die Mannschaft von Trainer Prokop souverän.

Schon im ersten Testspiel konnte sich Deutschland klar mit 36:29. Über 50 Minuten hinweg kontrollierte das deutsche Team das Spiel und gewann am Ende zu Recht. Beste Werfer der Deutschen war Kapitän Uwe Gensheimer (sieben treffer) und Julius Kühn (sechs Treffer).

Zwei Tage später wurde es sogar noch einen Ticken deutlicher. Mit 30:21 zeigte die DHB-Auswahl den Isländern erneut ihre Grenzen auf und präsentierten sich in beachtlicher Form im Hinblick auf die anstehende EM-Endrunde. Einen besonders starken EIndruck hinterließ Rückraum-Spieler Philipp Weber, der zwar nur 15 Minuten Einsatzzeit bekam, allerdings mit vier Toren bester deutscher Werfer war (gemeinsam mit Uwe Gensheimer und Tobias Reichmann) und auch in der Abwehr zu überzeugen wusste.

Vorbereitungsspiele des DHB-Teams

Datum Uhrzeit Gegner Ergebnis
05.01. 2018 18.10 Uhr Island 36:29
07.01. 2018 14 Uhr Island 30:21

Alle Europameister und das Abschneiden des DHB-Teams

Die EM im Handball wird seit 1994 alle zwei Jahre ausgetragen. Mit vier Titeln ist Schweden Rekord-Europameister. Inoffizieller Vorgänger der Europameisterschaft war der Ostseepokal, der von 1968 bis 1989 stattfand.

Deutschland setzte sich bislang zwei Mal die Krone auf. 2004 triumphierte das DHB-Team im Finale gegen Gastgeber Slowenien mit 30:25. 2016 gewann Deutschland in Polen durch einen 24:17-Sieg im Endspiel gegen Spanien den Titel.

Jahr und Ort Europameister Platzierung DHB-Team Platz 2
1994 in Portugal Schweden Platz 9 Russland
1996 in Spanien Russland Platz 8 Spanien
1998 in Italien Schweden Platz 3 Spanien
2000 in Kroatien Schweden Platz 9 Russland
2002 in Schweden Schweden Platz 2 Deutschland
2004 in Slowenien Deutschland Platz 1 Slowenien
2006 in der Schweiz Frankreich Platz 5 Spanien
2008 in Norwegen Dänemark Platz 4 Kroatien
2010 in Österreich Frankreich Platz 10 Kroatien
2012 in Serbien Dänemark Platz 7 Serbien
2014 in Dänemark Frankreich Nicht qualifiziert Dänemark
2016 in Polen Deutschland Platz 1 Spanien

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