Hamilton soll um 133-Millionen-Vertrag pokern

SPORT1
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Seit Monaten wird im Fahrerlager der Formel 1 immer wieder eine Frage diskutiert - verlängert Lewis Hamilton seinen Vertrag bei Mercedes?

Erst kürzlich hatte der Brite das Thema mit nur 13 Worten erneut angeheizt und Spekulationen um ein Karriere-Ende befeuert.

"Ich weiß noch nicht mal, ob ich nächstes Jahr noch hier sein werde", sagte der Mercedes-Star, angesprochen auf die Zusammensetzung des Werksteams ab 2021.

Die Aufregung war danach groß, und es ist ja auch ungewöhnlich, dass der beste Fahrer seiner Generation beim erfolgreichsten Rennstall dieses Jahrtausends auch Mitte November noch keinen Vertrag für das Folgejahr unterschrieben hat.

Pokert Hamilton um 133 Millionen?

Hamilton legte zuletzt Wert darauf, dass all das nichts mit Formel-1-Müdigkeit zu tun habe. "Es ist schon November, Weihnachten ist nicht mehr weit", und er fühle sich trotzdem "großartig, stark, als ob ich noch Monate weitermachen könnte."

Doch es gebe eben auch "vieles, was mich an einem Leben nach der Formel 1 reizt. Es gibt mehrere Dinge, die mir wichtig sind."

Das alles scheint allerdings eher wie die Taktik eines Pokerspielers, was nicht unüblich wäre für Hamilton. Die englische Daily Mail will erfahren haben, dass es zwischen dem Weltmeister und Mercedes um einen Dreijahresvertrag geht, der ihm umgerechnet 133 Millionen Euro bringen könnte.

Und der Ehrgeizling ist noch immer auf der Höhe seines Schaffens, die Aussichten für 2021 dürften ihn enorm reizen: Unter einem weitgehend eingefrorenen Reglement wird er erneut im überlegenen Auto sitzen, sein Teamkollege wird weiterhin Valtteri Bottas sein, den er bislang stets im Griff hatte. Der Weg zum achten Titel, zum alleinigen Rekord also, scheint frei.

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Mercedes im Vertragspoker entspannt

Auch bei Mercedes wirkt man entspannt. "Solange es keine Unterschrift gibt, ist nichts sicher im Leben", sagte Motorsportchef Toto Wolff zwar der Sport Bild: "Aber ich bin optimistisch, dass er weiterfahren will, weil wir gemeinsam die Nadel noch weiter bewegen können."

Der Corona-Kalender sei eben dicht gedrängt, man habe schlicht nicht viel Zeit für Verhandlungen. "Es wird der Moment kommen, wenn die WM entschieden ist", sagt Wolff, "und danach können wir uns hinsetzen und darüber reden."

Vermutlich kommt der Moment schon am Sonntag in Istanbul. Für den siebten Titel muss Hamilton bloß vor Bottas ins Ziel kommen.

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)