Historische Pole für Hamilton - Red Bull auf Fehlersuche

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Historische Pole für Hamilton - Red Bull auf Fehlersuche
Historische Pole für Hamilton - Red Bull auf Fehlersuche

Lewis Hamilton ist wieder da - und er kämpft von der Pole Position um die Pole Position: Der Rekordweltmeister im Mercedes hat nach ganz schwierigen Wochen ein kleines Stück Formel-1-Geschichte geschrieben und Startplatz eins für das erste Sprintrennen der Königsklasse erkämpft. 

Pünktlich zu seinem Heimrennen in Silverstone darf er nun auf die Wende im Titelkampf hoffen.

Verstappen: "Ich weiß nicht was los ist"

Eine bemerkenswerte Leistungsexplosion am Freitagabend machte es möglich, Hamilton verwies WM-Spitzenreiter Max Verstappen auf Rang zwei. "Das hier habe ich ein ganzes Jahr vermisst", sagte Hamilton mit Blick auf die prall gefüllten Tribünen, "mit der Hilfe der Fans haben wir das geschafft. Wir haben alle Steine umgedreht und alles aus dem Auto gequetscht. Aber das war nur ein Schritt."

Denn so richtig wichtig wird es erst am Samstag, dann geht es um 17.30 Uhr deutscher Zeit über nur 17 Runden und etwa 100 Kilometer um die besten Startplätze für den britischen Grand Prix am Sonntag.

Vettel in den Top 10

Ordentliche Chancen hat dann auch Sebastian Vettel, der Aston-Martin-Pilot fuhr am Freitagabend auf den zehnten Platz. Das Format ist zunächst als Testlauf gedacht, noch zweimal soll es in dieser Saison zum Einsatz kommen. Bewährt es sich, dann könnte es bei einigen Rennen künftig zum Standard werden. 

Das Qualifying am Freitagabend findet dabei im gewohnten Modus mit den drei Abschnitten Q1, Q2, und Q3 statt - und mit sehr wenig Anlauf. Nur das einstündige freie Training am Nachmittag blieb, um das beste Setup zu finden. Dem ohnehin zuletzt so überlegenen Verstappen schien das am besten zu gelingen.

Der Niederländer war Schnellster im Training und eröffnete auch das Qualifying mit einer Bestzeit. Im Q2 schlug Hamilton dann aber wie aus dem Nichts zurück, nahm Verstappen vier Zehntel ab und sorgte für lauten Jubel auf den Tribünen.

Mercedes-Imperium schlägt zurück

Auch im entscheidenden Abschnitt war er überlegen, das erste Mercedes-Update seit vielen Wochen scheint den erhofften Fortschritt zu bringen. "Das Imperium schlägt zurück", sagte Mercedes-Sportchef Toto Wolff lachend bei Sky, "wir haben ein bisschen was gefunden."

Sprintrennen in der Formel 1: Das muss man dazu wissen

Verstappen allerdings sah den Fehler im eigenen Team. "Wir müssen auf uns schauen, ich hatte plötzlich sehr starkes Untersteuern und kaum noch Grip", sagte der Niederländer: "Wir müssen herausfinden, wo das herkam." Seine WM-Führung wird er in Silverstone nicht verlieren, egal, was am Samstag und Sonntag noch passiert.

Red Bull hat die vergangenen fünf Rennen gewonnen, Hamiltons Rückstand auf Verstappen beträgt bereits 32 Punkte. Da auch die ersten Drei des Sprints am Samstag Zähler einstreichen, sind an diesem Wochenende maximal 29 Punkte zu holen.

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