Hamilton gewinnt in Spa – Mick Schumacher erinnert an seinen Vater

Mit einem zufriedenen Grinsen feiert Hamilton auf dem Siegerpodest von Spa.

Die Sommerpause in der Formel 1 ist vorbei – der Titelkampf zwischen Lewis Hamilton und Sebastian Vettel spitzt sich weiter zu. Der Mercedes-Star hat im belgischen Spa sein fünftes Saisonrennen gewonnen und ist damit in der WM-Wertung bis auf sieben Zähler an seinen deutschen Rivalen herangerückt. Für den Gänsehaut-Moment des Wochenendes sorgte allerdings der Sohn einer Legende.

Mann des Wochenendes

Ohne Diskussion: Lewis Hamilton. Schon das Qualifying dominierte der Engländer, auch am Sonntag in seinem 200. Formel-1-Rennen führte kein Weg an ihm vorbei. Trotz Safety-Car-Phase fuhr der Engländer souverän und ungefährdet den Sieg ein. Sein großer Gegner Vettel blieb im Rennen zwar stets am Heck des Silberpfeils, gefährlich konnte der Ferrari-Pilot Hamilton aber nicht werden.

Die Bilder zum Rennen – und die Highlights der Saison

Pechvogel des Wochenendes

Was würde Fernando Alonso dafür geben, das Heck eines Silberpfeils aus der Nähe zu sehen? Um den Spanier gab es in den letzten Tagen zahlreiche Spekulationen: Geht er zu Williams, wechselt er zu Renault, bleibt er bei McLaren? Alonso gilt weiterhin als einer der besten Piloten im Feld, doch sein Frust wächst und wächst. Nach einem Raketen-Start von Rang elf auf sieben kämpfte Alonso mit seinem wieder mal schwächelnden Auto. Irgendwann bat er per Funk um seine Ruhe: „No more radio“. In Runde 27 folgte dann „Engine Problem“. Sein Honda-Motor war mal wieder kaputt gegangen – und die Hoffnung McLarens, Alonso zu halten, könnte damit endgültig geplatzt worden sein.

Hitzköpfe des Rennens

Im Force-India-Team kracht es: Perez drückte am Anfang der Eau Rogue seinen Teamkollegen gegen die Mauer – zweimal! Zuerst in der Anfangsphase des Rennens; obwohl der Franzose mit den Reifen bei Vollgas an der Streckenbegrenzung entlangschrammte, blieb alles heil. Beim zweiten Mal ging es nicht mehr so glimpflich aus: Der Mexikaner schlitzte sich am Frontflügel von Ocon seinen Hinterreifen ab. Wegen den Trümmern auf der Strecke musste das Safety Car ausrücken. Freunde werden Perez und Ocon wohl keine mehr.

Manöver des Rennens 

Zwei Rennwagen nebeneinander geht manchmal nicht gut – siehe Hitzköpfe des Rennens. Ganz anders zehn Runden vor der Zielflagge: Daniel Ricciardo packte das Überholmanöver des Rennen aus. Nach der Safety-Car-Phase überholte er am Ende der langen Gerade nach Eau Rouge Kimi Räikkönen und Valtteri Bottas – gleichzeitig. Der Red-Bull-Pilot gab bis zum Schluss Rang drei nicht mehr her und präsentierte verdientermaßen auf dem Podium den belgischen Fans sein typisches Zahnpasta-Lächeln – diesmal inklusive Zunge.

Ricciardo lässt es auf dem Podium bei der Champagner-Dusche richtig krachen.

Unterschrift des Wochenendes

Noch am Donnerstag hatte Vettel erklärt: „In den nächsten 14 Tagen“ gebe es nichts zu verkünden. Umso größer dann die Überraschung am Samstag kurz vor dem Qualifying: Vettel hat einen Woche vor seinem Heimrennen in Monza seinen Vertrag mit Ferrari um ganze drei Jahre bis 2020 verlängert. Damit bewies der Deutsche zum einen sein Vertrauen in die Traditionsmarke, mit den Roten auch in den nächsten Jahren um die WM-Krone kämpfen zu können. Zum anderen nahm er dem Fahrerkarussell den Schwung: Für Hamilton bleibt damit auch in den nächsten Jahren als ernsthafte Option nur Mercedes, ein Wechsel nach Italien ist für den Briten vorher nicht vorstellbar.

Gänsehaut-Moment des Wochenendes

Für einen ganz besonderen Moment sorgte Mick Schumacher: Am Tag, nachdem Hamilton Michael Schumachers Rekord von 68 Pole Positions eingestellt hatte, stieg der Sohn der F1-Legende in einen alten Benetton-Boliden. 25 Jahre nach dem ersten Sieg des Rekordweltmeisters in Spa durfte der 18-Jährige im Benetton-Weltmeisterauto eine Ehrenrunde drehen. Die leidenschaftlichen Fans in Belgien erlebten einen Gänsehaut-Moment:



Im Video: Streit zwischen Hamilton und Vettel eskaliert