Hamburgs älteste Schwulenkneipe: „Die Ossis saßen verklemmt in der Ecke“

Hamburgs älteste Schwulenkneipe: „Die Ossis saßen verklemmt in der Ecke“

Auf dem Tresen steht ein Blumenstrauß, an der Decke baumeln Hunderte Kaffeekannen und in einer Ecke hängt ein Bild von Männern mit sehr dicken Penissen. Das „Piccadilly“ auf St. Pauli ist Hamburgs älteste Schwulen-Bar, der Wirt kann Geschichten aus dramatischen Zeiten erzählen.

Die „Piccadilly Bar“ liegt an der Silbersacktwiete, einem Wohngebiet nur zwei Gehminuten von der trubeligen Reeperbahn entfernt. Hinter dem Tresen steht seit mehr als 40 Jahren Herbert Wisnewski (77), ein gelernter Konditor mit ruhiger Art und freundlichem Lächeln. „Dass Männer eines Tages Männer heiraten können, hätte ich vor 50 Jahren nie geglaubt“, sagt er. 1958, als die Kneipe eröffnet wurde, war die Gesellschaft davon meilenweit entfernt.

Der erste Wirt Johnny Skolm wollte damals einen Platz für wohlhabende Homosexuelle und Prominente schaffen. Herbert Wisnewski arbeitete dort erstmals 1964, elf Jahre später übernahm er den Laden.

Wisnewski denkt zurück an das Jahr 1960, sein Blick wird traurig. Damals verhängte der Bezirk Mitte ein Tanzverbot, die Denunziation...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo