Hamburger SV: Versetzung von Streik-Profi Walace regelwidrig?

Der HSV will keine weiteren Störfeuer und hat Walace in die zweite Mannschaft verbannt. Doch gerade das könnte nun für Ärger bei den Hanseaten sorgen.

Die Versetzung von Hamburgs Walace in die zweite Mannschaft der Hanseaten verstößt offenbar gegen die Richtlinien der DFL. Dies berichtet die Sport Bild. Dem HSV könnte somit im Kampf um den Klassenerhalt ein zusätzliches Störfeuer bevorstehen.

Ende März hatte Interimstrainer Christian Titz Walace aus dem Profikader des HSV gestrichen. Das sei allerdings im Fall des Brasilianers nicht zulässig gewesen, weil Profis, die in die zweite Mannschaft versetzt werden, gemäß DFL auch dort von einem Fußball-Lehrer betreut werden müssen. Der aktuelle U21-Trainer Steffen Weiß ist aber nur immer im Besitz einer A-Lizenz.

Dementsprechend könnten dem HSV rechtliche Konsequenzen ins Haus stehen und Walace ist nicht verpflichtet, mit der Mannschaft zu trainieren. 

Gladbach und Frankfurt an Walace interessiert?

Walaces deutlich gesunkener sportlicher Stellenwert hat derweil mögliche Interessenten nicht abgeschreckt. Laut der Sportbild zählen aus der Bundesliga Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt zu den möglichen Abnehmern. Aus dem Ausland kommen der FC Porto, ZSKA Moskau, Deportivo Alaves und Deportivo La Coruna hinzu.

Walace selbst würde wohl gerne in der Bundesliga bleiben, der HSV hofft darauf einen Teil der investieren zehn Millionen Euro zurückzuerhalten.