Hamburger SPD kommt vor Scholz-Wechsel nach Berlin in Umfrage nur auf 28 Prozent

Scholz mit möglichem Nachfolger Dressel (rechts)

Vor dem erwarteten Wechsel von Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) nach Berlin steht seine Partei in Hamburg in einer aktuellen Umfrage deutlich schlechter da als bei der jüngsten Bürgerschaftswahl 2015. Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Befragung des Instituts Policy Matters für die Wochenzeitung "Die Zeit" würde die SPD 28 Prozent erhalten, wenn am Sonntag gewählt würde. Demnach wäre dies das schlechteste Wahlergebnis ihrer Geschichte.

Bei der Bürgerschaftswahl vor drei Jahren hatte die SPD 45,6 Prozent erreicht. Die Hamburger CDU kam in der Umfrage auf 22 Prozent, deutlich mehr als bei der Wahl vor drei Jahren (15,9 Prozent). Die Grünen erhielten 15 Prozent (2015: 12,3 Prozent), die Linke kam auf 14 Prozent (8,5 Prozent), die AfD auf zehn Prozent (6,1 Prozent) und die FDP auf acht Prozent (7,4 Prozent).

Scholz soll Bundesfinanzminister und Vizekanzler der neuen großen Koalition aus Union und SPD im Bund werden, die Entscheidung ist aber noch nicht offiziell verkündet. Als aussichtsreichster Kandidat für seine Nachfolge als Hamburger Regierungschef gilt der SPD-Fraktionschef in der Bürgerschaft, Andreas Dressel.

Die Umfrage wurde vor der Verkündung des Ergebnisses der SPD-Basisbefragung zum Eintritt in die große Koalition erhoben. Befragt wurden vom 23. Februar bis zum 2. März 1025 wahlberechtigte Hamburger.