Hamburger Fernsehturm soll in fünf Jahren wieder für Besucher geöffnet werden

Der seit 2001 für Besucher geschlossene Hamburger Fernsehturm soll in fünf Jahren wieder öffnen. Dieses Ziel gab der Eigner, die Deutsche Funkturm GmbH, in Bonn bekannt. Das 279 Meter hohe Gebäude ist ein Wahrzeichen der Hansestadt

Der seit 2001 für Besucher geschlossene Hamburger Fernsehturm soll in fünf Jahren wieder öffnen. Dieses Ziel gab der Eigner, die Deutsche Funkturm GmbH, am Freitag in Bonn bekannt. Sie startete in Abstimmung mit der Stadt Hamburg ein Ausschreibungsverfahren, um Betreiber für die Besucherbereiche zu finden. Der 279 Meter hohe Turm ist ein Wahrzeichen der Hansestadt.

In dem Gebäude befanden sich früher eine öffentlich zugängliche Aussichtsebene und ein Restaurant. Die Plattformen in 130 Metern Höhe mussten aber Anfang des Jahrtausends wegen Asbestentfernung und Brandschutzmängeln schließen. Bislang fanden sich keine neuen Mieter. Vor einer Wiedereröffnung wären weitere Investitionen und aufwändige Umbauten an dem denkmalgeschützten Turm notwendig.

Die Deutsche Funkturm, Stadt und Bundesregierung hatten sich im November auf einen neuen Anlauf zur Wiederbelebung geeinigt. Kern der Abmachung ist, dass Bund und Land das Projekt mit Geldern aus Fördertöpfen für die Denkmalpflege unterstützen. Danach begann eine neue europaweite Ausschreibung, um Interessenten zu finden.

Nach Angaben des Unternehmen will es sich in Abstimmung mit der Stadt bis Ende des Jahres für einen neuen Betreiber entscheiden. Die Planungen für die Umbauten am Turm und ein völlig neu zu errichtendes Eingangsgebäuden sollen dann bis Ende 2019 beendet sein. Die Neueröffnung des Bereichs ist demnach ab 2023 geplant.

Die Deutsche Funkturm ist ein Tochterunternehmen der Deutschen Telekom, das Funkantenneninfrastruktur betreibt. Der nach dem Hamburger Physiker Heinrich Hertz benannte Turm ist bis heute eine zentrale Einrichtung der Funk-, Radio- und Fernsehversorgung in Hamburg. Lediglich der öffentliche Bereich ist geschlossen.