Hamburg wehrt sich: Standpunkt: Der Widerstand des braven Bürgers

Seit über 30 Jahren kenne ich diese Stadt. Oft mag ich sie. Manchmal auch nicht: Wenn mal wieder nur das große Geld und die Eliten regieren. Mich kann als Hamburger Bürger eigentlich nichts mehr überraschen, Positives wie Negatives. Was in diesem Jahr so alles passiert ist, erstaunt mich aber dann doch sehr. Es ist plötzlich ein resoluter Widerstandsgeist ausgebrochen, auch unter braven Bürgern.

Ich sehe allerorten einen neuartigen freibürgerlichen Kampf um die Zukunft der Stadt: gegen Profitgier und falsche Politik, zum Klimaschutz, gegen zerstörerische Stadtplanung. „Wehrt euch!“ – das T-Shirt würde sich von Langenhorn bis Harburg und von Bergedorf bis Rissen derzeit bestimmt gut verkaufen.

Hamburg muss lebens- und liebenswert bleiben

Um den neuen Widerstand zu erkennen, reicht es schon, täglich die MOPO zu lesen: alles voll mit Geschichten über Protest, Aktivismus und Riesen-Demos. Gegen Mietenwahnsinn, für Bäume, gegen Tierversuche, für die Umwelt, gegen Bausünden, Verdichtung oder Baulärm, gegen Vertreibung durch Investoren. Überhaupt Bauen: Bei der HafenCity haben noch viele gejubelt. Davon ist heute nichts mehr zu spüren. Die Menschen starten Bürgerbegehren, gründen Vereine, bilden rege Initiativen. Die Motive: Hamburg muss lebens- und liebenswert bleiben.

Die Bürger verteidigen ihren Kleingarten, ihren Kultur- und Gewerbe-Hinterhof,...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo