Hamburg und Rheinland-Pfalz stellen bereits vergebene Astrazeneca-Impftermine um

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Impfung mit einem Corona-Vakzin

Nach dem bundesweiten Impfstopp für den Astrazeneca-Wirkstoff greifen Hamburg und Rheinland-Pfalz zur Einhaltung bereits vergebener Termine auf andere Impfstoffe zurück. Durch Umstellung auf Ersatzpräparate der Firmen Biontech und Pfizer sowie Moderna sollten bereits vergebene Termine "in möglichst hohem Umfang" eingehalten werden, teilte die Hamburger Gesundheitsbehörde am Dienstag mit. Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin kündigte an, sämtliche Termine auf diese Wirkstoffe umzustellen.

Ab Mittwoch fänden alle bereits vereinbarten Impftermine in den Impfzentren wieder wie geplant statt, teilte das Ministerium in Mainz mit. Für Menschen, die am Dienstag mit Astrazeneca hätten geimpft werden sollen, würden zeitnah Ersatztermine mit anderen Wirkstoffen organisiert. Auch in Hamburg gilt die Regelung ab Mittwoch, Impftermine vom Dienstag werden ebenfalls nachgeholt.

In beiden Bundesländern werden nach Angaben der Behörden ferner ab sofort wegen der insgesamt begrenzten Verfügbarkeit zugleich keine neue Impftermine für Menschen außerhalb der höchsten Prioritätsstufe mehr angeboten. Alle restlichen Bestände der Mittel von Biontech und Pfizer sowie Moderna werden auf diesen Kreis konzentriert. Auch Impfungen mit mobilen Teams außerhalb der Impfzentren werden gestoppt. In Rheinland-Pfalz betrifft das etwa die Krankenhäuser, die Polizei und Justizvollzugsanstalten.

Hamburg greift für die Ausweichlösung laut Gesundheitsbehörde auf planmäßig zurückgestellte Reserven der anderen Impfstoffe zurück und streckt den Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung auf das Maximum. Zudem wird die Vergabe von neuen Impfterminen gestoppt, außer für Berechtigte im Alter über 80 Jahren. Für diese stünden weiterhin in "begrenztem Umfang" Termine bereit.

Deutschland und zahlreiche weitere europäische Länder hatten den Einsatz des Astrazeneca-Impfstoffs zuletzt ausgesetzt. Der Grund sind einzelne Fälle von Thrombosen der Hirnvenen nach Impfungen. Die Europäischen Arzneimittelbehörde EMA soll nun entscheiden. In der EU sind bislang vier Impfstoffe zugelassen.

In Deutschland wurde der Astrazeneca-Impfstoff bisher generell zur Immunisierung jüngerer Berechtigter eingesetzt. Wirkstoffe von Biontech und Pfizer sowie Moderna sind im Regelfall für Menschen über 80 Jahren und bestimmte Berufsgruppen reserviert, die zur höchsten Prioritätsgruppe eins gehören. Der zuletzt zugelassene vierte Impfstoff von Johnson & Johnson ist in Deutschland bislang nicht verfügbar. Die Bundesregierung rechnet frühestens ab Mitte April mit den ersten Lieferungen.

bro/cfm