"Halt die Bapp'n": Österreich-Duo macht "Kitchen Impossible" zur "Comedysendung"

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Beim diesjährigen Weihnachtsspecial von "Kitchen Impossible" forderten (von links) Tim Raue und Tim Mälzer die beiden Österreicher Konstantin Filippou und Sepp Schellhorn heraus. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Beim diesjährigen Weihnachtsspecial von "Kitchen Impossible" forderten (von links) Tim Raue und Tim Mälzer die beiden Österreicher Konstantin Filippou und Sepp Schellhorn heraus. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Austria-Festtage bei "Kitchen Impossible": Im Weihnachtsspecial tönten Kabbeleien in feinstem österreichischen Schmäh durch die Küche - und auch hinterm Herd glänzten Sepp Schellhorn und Konstantin Filippou. Im selbsternannten Dreamteam Mälzer/Raue wurden hingegen "Ein-Mann-Show"-Vorwürfe laut.

Derbe Flüche, von Selbstüberschätzung triefende Ansagen und heftige Kabbeleien mit den Konkurrenten: Auch im Weihnachtsspecial von "Kitchen Impossible" kennen die Konkurrenten des VOX-Kochwettstreits trotz feierlichem Rahmen und dem nahenden Fest traditionell kein Pardon. Die Ausgabe in diesem Jahr, in dem das arrivierte Duo Tim Mälzer und Tim Raue die österreichischen Kollegen Sepp Schellhorn und Konstantin Filippou herausforderte, machte da keine Ausnahme. Dass es beim Weihnachtsspecial hoch herging, hatte aber ausnahmsweise nicht vorrangig mit den beiden Tims zu tun.

Stattdessen stahlen Schellhorn und Filippou ihren Konkurrenten die Show. Schon beim Verkosten des traditionellen Engadiner Menüs, für das das Alpenland-Duo in die Schweiz, genauer nach St. Moritz, geschickt wurde, gaben sich die beiden großmäulig. "Wenn sie verlieren wollen, gern!", tönte Sepp Schellhorn und schickte sein Urteil zum Weihnachtsmenü hinterher: "Das mach ich dir in 20 Minuten." Nicht minder selbstbewusst schloss sich sein Mitstreiter Konstantin Filippou an: "Die rauch' ma in da Pfeiff'n."

Trotz liebevoller Neckereien in der Küche und einer ordentlichen Portion österreichischem Schmäh hatten sich Konstantin Filippou (links) und Sepp Schellhorn am Ende wieder gern. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Trotz liebevoller Neckereien in der Küche und einer ordentlichen Portion österreichischem Schmäh hatten sich Konstantin Filippou (links) und Sepp Schellhorn am Ende wieder gern. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Mälzer und Raue lassen "Kitchen Impossible"-Konkurrenten in Jugendherberge übernachten

Nach den üblichen Gemeinheiten im Vorfeld des eigentlichen Kochens - das Österreich-Gespann musste in Stockbetten in einer Jugendherberge übernachten - ging es ans Eingemachte. In der Küche des überzeugten Nicht-Sterne-Kochs Daniel Müller ("Kein Blättchen, kein Schäumchen") legten Schellhorn und Filippou mit der Zubereitung des Menüs los, die aber aus Zuschauersicht schon bald in den Hintergrund rückte.

Zu unterhaltsam waren die Neckereien zwischen den Landsmännern. "Schau auf dein Zeug, lass mich in Ruh'", blaffte Filippou seinen Kollegen an, der sich erdreistet hatte, ihn beim Kochen des Karamells verbessern zu wollen. Schellhorn störte sich derweil am losen Mundwerk seines Teamkameraden: "Er redet zu viel. Oida, du kennst dich nicht aus." Ebenso brachte ihn fast zur Weißglut, dass Filippou seine Anweisungen in der Küche stets mit einem süffisanten "Oui, Chef" kommentierte. Oft genug schallte in bestem österreichischem Schmäh "Halt die Bapp'n" durch die Küche.

Die Wortgefechte veranlassten Tim Raue gar zum Fazit: "Ihr braucht eine eigene Comedysendung". Grund zu lachen hatten Sepp Schellhorn und Konstantin Fillippou am Ende definitiv: Die "saulieben Menschen" (O-Ton von Gastgeber Müller) hatten sich nach überstandener Kochprüfung nicht nur wieder gern - samt Schmatzer auf den Mund -, sondern legten mit 6,8 Punkten die Latte für das Team Mälzer/Raue hoch.

Bei der Verkostung des Weihnachtsmenüs witterte Konstantin Fillipou (rechts) bereits den Sieg: "Die rauch' ma in da Pfeiff'n." (Bild: RTL / Endemol Shine)
Bei der Verkostung des Weihnachtsmenüs witterte Konstantin Fillipou (rechts) bereits den Sieg: "Die rauch' ma in da Pfeiff'n." (Bild: RTL / Endemol Shine)

Tim Mälzer kassiert Todesblick von Tim Raue

An Selbstvertrauen mangelte es Tim Mälzer und seinem Namensvetter Raue aber wie gewohnt nicht. Wie Messi und Ronaldo seien sie, nur eben in puncto kulinarischer Kompetenz, lehnte sich Mälzer weit aus dem Fenster. Bei der Verkostung des sehr fischlastigen Menüs legte er nach: "Bisschen Zeug zusammenkloppen, das werden wir wohl noch hinbekommen." Weniger lustig fand Kollege Tim Raue hingegen das "schwachsinnige" Rätsel ihrer Herausforderer in Liedform, das er missmutig kommentierte: "Ich habe überhaupt gar keinen Plan, es erschließt sich mir nicht."

Mälzer sah sich schon vorzeitig in der Sauna entspannen, doch zum ruhigen Trip wurde die Kochreise ins Salzburger Land beileibe nicht. Erst kauften die Köche für die Vorspeise statt Karpfen Stör, dann verzweifelte Raue bei der Zubereitung der Fischsülze: "Was für eine Sch..., das macht mich wahnsinnig." Mälzer kassierte für seinen richtigen, aber wenig einfühlsamen Einwurf "Das, ist offensichtlich falsch, das ist jedem klar" umgehend einen Todesblick seitens Tim Raues.

Überhaupt war die Stimmung beim selbsternannten Dreamteam gereizt. "Ich finde es scheiße, dass du so nervös bist und mir nicht vertraust", beklagte sich Raue. Mälzer, der sich zwischendrin mit den ansässigen Köchen ein Schnäpschen genehmigte, stellte dagegen trotzig fest, "Kitchen Impossible" sei "keine Ein-Mann-Show, sondern eine Team-Challenge".

Weil sich die Köche bei ihrem Menü zu viele Fehler erlaubten und "Dessert-Gott" Mälzer bei den Salzburger Nockerl des Desserts versagte, verloren die beiden Tims am Ende mit 4,7 Punkten recht deutlich. Trotz der Niederlage bilanzierte Mälzer versöhnlich, man habe "als Team nicht funktioniert, aber als Freunde" - immerhin!

"Halt die Bapp'n": Die kommunikative Art seines Kollegen Konstantin Filippou (links) ging Sepp Schellhorn auf die Nerven. (Bild: RTL / Endemol Shine)
"Halt die Bapp'n": Die kommunikative Art seines Kollegen Konstantin Filippou (links) ging Sepp Schellhorn auf die Nerven. (Bild: RTL / Endemol Shine)
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