Halloween-Spezial: Gruseliger „Tatort“ sorgt für Twitter-Spott

Auf Merles (Luise Befort) Schultern lastet der Fluch ihrer Vorfahren. (Bild: HR/Benjamin Dernbecher)

Ein verwunschenes Haus, Türen, die plötzlich aufgehen, Lichtflackern und Geisterspuk – kurz vor Halloween wurde der „Tatort“ am Sonntagabend zum schaurigen Gruselschocker. Das sorgte für reichlich Gesprächsstoff und erhitzte die Gemüter der treuen Zuschauer.

Schon in der ersten Szene wird klar, dass dieser „Tatort“ mit dem passenden Titel „Fürchte dich“ nicht so sein wird wie seine Vorgänger. In einer regnerischen Nacht nähert sich Otto Schlien (Axel Werner) dem Haus von Kommissar Paul Brix (Wolfram Koch) – er trägt nur ein weißes Nachthemd, hat einen Kanister Benzin bei sich. Vergeblich versucht er, sich und das Haus in Brand zu setzen, wird von Monsterhänden in den Vorgarten gezogen und erleidet einen Schwächeanfall. Der Mann überlebt, doch der Spuk beginnt.

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Spätestens, nachdem Brix ein Kinderskelett auf dem Dachboden findet, wird sein Anwesen, das er zusammen mit Fanny (Zazie de Paris) bewohnt, zum Tatort. Von der Entdeckung lässt sich der Kommissar zunächst nicht aus der Ruhe bringen. Brix macht sich schon fast unbeeindruckt auf den Weg, den Tod des Kindes aufzuklären. Doch die unnatürlichen Dinge, die noch auf ihn zukommen, werden ihn das Fürchten lehren.

Das Anwesen von Brix und Fanny verbirgt einige Geheimnisse. (Bild: HR/Benjamin Dernbecher)

Während ein Geist sein Unwesen treibt und sogar Besitz von Fanny ergreift, weicht Schliens verfluchte Enkelin Merle (Luise Befort) nicht mehr von der Seite des „Tatort“-Ermittlers. Gemeinsam versuchen sie, das Geheimnis um das mysteriöse Haus und das Kinderskelett zu lüften. Nach und nach kommt die vermeintliche Vergangenheit ans Licht – das Anwesen von Brix und Fanny war vor vielen Jahrzehnten ein Waisenhaus, das von Schliens Mutter geleitet wurde. Einige Kinder planten einen Streich, erzählten der Leiterin, dass ein Junge namens Otto ins Wasser gegangen sei. Bei dem Versuch, das Kind zu finden, ertrank sie. Als Otto von der Tragödie erfuhr, wollte er sich bei den anderen rächen, stahl deren wertvollsten Dinge und brachte die kleine Helga um.

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Fall gelöst? Von wegen! Erst am Ende klärt sich auf, dass der Tod des Mädchens kein Mord war. In Wahrheit wollte Otto seine Mitschülerin vor dem missbrauchenden Arzt Dr. Gerhard retten, der die Leitung des Waisenhauses übernommen hatte. Als sich beide vor ihm im Schrank versteckten, hielt er Helga die Hand vor dem Mund und erstickte sie unbeabsichtigt.

Paul Brix steht vor einem seiner härtesten Fälle. (Bild: HR/Benjamin Dernbecher)

Nachdem die Wahrheit endlich ans Licht kam, waren die Geister vertrieben. Auch die kleine Helga konnte nun würdig beerdigt werden. „Nach diesem Tag, diesen 24 Stunden meines Lebens, wird nichts mehr genau so sein wie zuvor“, hört man Kommissarin Jannecke (Margarita Broich) am Ende des Gruselspektakels sagen. Dieser Fall hat die erfahrenen Ermittler nachhaltig geprägt. Doch nicht alle Zuschauer teilten ihre Emotionen.

Über den gruseligen „Tatort“ wurde bei Twitter fleißig diskutiert und gelacht. Die Begeisterung hielt sich allerdings in Grenzen. „Wer bis jetzt durchgehalten hat, sollte eigentlich zur Belohnung seine GEZ-Gebühren für diesen Monat erstattet bekommen“, schrieb ein Internetnutzer. Ein anderer Zuschauer twitterte: „Wissen Sie noch? Damals? Im Tatort? Verbrechen, Ermittlung, Aufklärung. Mit normalen Menschen. Das war schön.“

Eine Auswahl der Twitter-Posts zum „Tatort“:

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