Nach Haller-Schock: So plant der BVB

85 Treffer hat der BVB in der vergangenen Saison erzielt und damit einen neuen Klub-Rekord aufgestellt – ein Viertel davon ging auf das Konto des mittlerweile zu Manchester City abgewanderten Erling Haaland. Damit es auch ohne den Superstar mit dem Toreschießen klappt, wurde Sébastien Haller für 34 Millionen Euro (inklusive Boni) aus Amsterdam geholt.

Doch nach der niederschmetternden Hodentumor-Erkrankung des Angreifers (mit einem Hinrunden-Aus wird gerechnet) stellt sich klubintern nun die Frage: Wie soll der Ausfall bestmöglich aufgefangen werden?

Ob die BVB-Bosse um Sportdirektor Sebastian Kehl noch mal auf dem Transfermarkt aktiv werden, hängt von der finalen Haller-Diagnose und dessen Ausfallzeit zusammen. (BERICHT: Wer nach Haller-Schock im Fokus steht)

„Haller war unser klarer Wunsch“, sagte Trainer Edin Terzic am Mittwoch auf der Pressekonferenz: „Da geht natürlich etwas verloren. Wir müssen bereit sein, Lösungen zu finden.“

Wie reagiert der BVB auf Haller-Ausfall?

Wie diese aussehen könnten, darüber haben die BVB-Reporter Patrick Berger und Oliver Müller in einer neuen Ausgabe des SPORT1 Podcasts „Die Dortmund-Woche“ ausführlich gesprochen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

„Der Pflichtspielauftakt wird mit den Spielern bestritten, die unter Vertrag sind“, sagt Müller. „Es kristallisiert sich eine interne Lösung heraus, die Edin Terzic vorschwebt - Stichwort Villarreal Testspiel.“

  • „Die Dortmund-Woche“, der SPORT1 Podcast zum BVB: Alle Infos rund um Borussia Dortmund - immer dienstags bei SPORT1, auf Spotify, Apple Podcasts und überall, wo es Podcasts gibt

Terzic beginnt wohl mit zwei Spitzen

In diesem, das der BVB mit 0:2, ließ Terzic in einem 3-5-2-System spielen. „Die Dreierkette, die Terzic gegen Villarreal hat spielen lassen, ist ein probates Mittel. Terzic favorisiert eigentlich die Viererkette, hat aber auch ganz klar im Trainingslager gesagt, dass die Dreier- respektive Fünferkette ein gutes Mittel ist“, sagt Berger und blickt voraus: „Gegen 1860 München im Pokal wird es wohl die Doppelspitze sein. Mit diesem System wird man aller Voraussicht nach die ersten Saisonspiele bestreiten.“

Zwei Tage vor dem Pflichtspiel-Auftakt mit dem Pokalspiel am Freitag in München sind nahezu alle Startelf-Plätze vergeben. (DFB-Pokal: 1860 München - Borussia Dortmund, Freitag 20.45 Uhr im LIVETICKER)

Gregor Kobel wird nach überstandener Blessur wieder im Tor stehen, die Dreierkette, sofern Terzics Wahl auf diese fallen wird, wird dann von Nico Schlotterbeck, Mats Hummels und Niklas Süle gebildet.

Auf den Flügeln könnten Raphael Guerreiro und Thomas Meunier ihre Offensivstärken ausspielen. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Fraglich ist noch, wer auf der Doppel-Sechs an der Seite von Jude Bellingham, jüngst zum dritten Kapitän aufgestiegen, spielen wird: Julian Brandt oder Mahmoud Dahoud? Salih Özcan ist noch angeschlagen.

Neue Chance für Moukoko?

Fixpunkt in der BVB-Offensive wird Marco Reus sein. Der Kapitän bleibt auch unter Terzic wichtig und soll sich auf der Zehnerposition zwischen den Räumen bewegen, Torgefahr ausstrahlen und gefährliche Pässe auf die Stürmer spielen.

„Malen wird spielen und einen Zweier-Angriff mit Karim Adeyemi bilden“, legt sich Müller in puncto Doppelsturm fest. (ÜBERSICHT: Die fixen Transfers aller Bundesliga-Klubs)

Die beiden Angreifer ähneln sich vom Spielstil her und sollen die gegnerische Abwehr mit ihrer Schnelligkeit, ihren überraschenden Momenten und schnellen Torabschlüssen knacken. Als weitere Sturmalternative gilt Youssoufa Moukoko. Der 17-Jährige ist zurzeit der einzige fitte Mittelstürmer im BVB-Kader.

„Wir haben die Doppelspitze ausprobiert, haben in der Vergangenheit aber auch schon ohne klaren Stoßstürmer gespielt“, sagt Terzic abschließend. „Wir haben mit Moukoko einen der talentiertesten Spieler auf dieser Position in unseren Reihen. Hazard hat letztes Jahr gegen Leipzig dort ausgeholfen, auch Malen und Adeyemi können dort spielen. Wir werden einiges ausprobieren.“

Im Podcast „Die Dortmund-Woche“ sprechen SPORT1 Chefreporter Patrick Berger und SPORT1 Reporter Oliver Müller über die aktuellen Themen bei Borussia Dortmund. In Folge 32 geht es vor allem darum, wie der BVB nun auf den Ausfall von Sébastien Haller reagieren will. Wird noch ein Stürmer kommen? Wer steht überhaupt auf der Liste? Wann wird entschieden? Wie lässt Edin Terzic beim Pokalauftakt in München spielen? Der SPORT1-Podcast „Die Dortmund-Woche“ ist immer dienstags auf podcast.sport1.de, in der SPORT1 App und auf den gängigen Streaming-Plattformen Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, Deezer und Podigee abrufbar.

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