Halbbruder von Jordaniens König der Untergrabung der Sicherheit beschuldigt

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Jordaniens ehemaliger Kronprinz Hamsa bin Hussein 2015

Die jordanischen Behörden werfen dem Halbbruder des Königs, Hamsa bin Hussein, und weiteren Verdächtigen Untergrabung der Sicherheit des Königreichs vor. Den Sicherheitsbehörden zufolge habe es "Kontakte zu ausländischen Vertretern" gegeben, die darauf abzielten, "die Sicherheit Jordaniens zu destabilisieren", sagte der stellvertretende Regierungschef Ayman Safadi am Sonntag. Neben Bassem Awdallah und Scherif Hassan ben Said, die führende Posten innehatten, seien 14 bis 16 weitere Verdächtige festgenommen worden.

Der frühere Kronprinz Hamsa steht nach eigenen Angaben unter Hausarrest. Die Sicherheitsdienste hätten König Abdullah II. empfohlen, alle Beteiligten vor das Staatssicherheitsgericht zu stellen, fügte Safadi hinzu.

Die US-Zeitung "Washington Post" hatte berichtet, Hamsa sei im Zuge von Ermittlungen zu einem Komplott unter Restriktionen gestellt worden. Das Komplott zielte demnach offenbar auf den Sturz von Abdullah II. ab. Der Monarch hatte den Thron 1999 nach dem Tod seines Vaters König Hussein bestiegen. Der 41-jährige Hamsa dementierte in einem von der BBC veröffentlichten Video, in eine Verschwörung verwickelt zu sein.

noe/yb