Hackerangriffe auf Autos: Neue Gefahr durch Terroristen

Autos können gehackt und kontrolliert werden. (Bild: ddp Images)

Hackerangriffe seitens Terroristen oder befeindeter Staaten stellen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Gefahr für die Allgemeinheit dar. Laut eines Insiders könnte es bereits solche Vorfälle gegeben haben.

Justin Cappos, ein Computerspezialist der New York University, warnte vor einer möglichen Krise. „Viele unserer Feinde sind nukleare Waffen, aber jede Nation, die einen Hackerangriff machen kann, könnte Millionen Zivilisten töten, indem Autos gehackt werden. Es ist erschütternd“, warnt er laut „The Times“. „Sie können Nachrichten an die Bremsen senden, die Lenkfunktion abschalten und die Leute im Auto einsperren.“

Es muss sich um kein neues Hightech-Auto handeln, um so einen Übergriff auszuführen. Es heißt, dass jedes Auto, welches seit dem Jahr 2005 gebaut wurde, ferngesteuert werden kann – viele weitere, die bis zu 17 Jahre alt sind, sollen auf gewisse Art und Weise verwundbar sein.

Es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass durch Hackerangriffe bereits Autounfälle ausgelöst wurden. (Bild: ddp Images)

Cappos mutmaßt, dass es bereits Unfälle nach Hackerangriffen gegeben haben könnte. Diese seien allerdings nicht bekannt, da bei Verkehrsunfällen nicht nach solchen Beweisen gesucht wird. Mittlerweile sollen Regierungen unter Druck stehen, neue Gesetze zu verabschieden, die dann Hersteller dazu drängen, Software-Updates herauszubringen, welche Sicherheit garantieren.

Bereits 2015 schaffte es ein Team von Computerexperten, einen Jeep zu hacken. Sowohl die Bremsen als auch das Display und das Lenkrad konnten kontrolliert werden. Im Internet finden sich außerdem Videos, die zeigen, wie Autos via Hack gestohlen werden. „Wir haben bereits gesehen, dass Fahrzeuge als Waffen benutzt wurden“, warnte Carsten Maple, Cybertechnik-Professor der Warwick-Universität. „Forscher müssen sichergehen, dass es Systeme gibt, die neue Attacken stoppen.“