Hackerangriff auf ungarische Journalisten: Google schickt Warnung

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Mehrere unabhängige Journalistinnen und Journalisten in Ungarn sind von einer Regierungsbehörde ausspioniert wurden: ihre E-Mailkonten wurden gehackt. Das schreibt zumindest der Internetdienstleister Google in einer Warnung an die Betroffenen. Auf ihre Konten sei ein von einer Regierung gestützter Hackerangriff vorgenommen worden. Es ist nicht bekannt, um welche Regierung es sich handeln soll.

Den Chefredakteur von Átlátszó, einer unabhängigen Website in Ungarn, überraschen die Cyberattacken nicht. Tamás Bokody sagt: "Wir sind solchen Angriffen andauernd ausgesetzt. Das ist nicht das erste Mal. Wir hatten Kolleginnen und Kollegen, die von der Pegasus-Spähsoftware ausspioniert wurden. Ich kenne persönlich einen Journalisten und einen Fotografen, die beide Pegasus auf ihren Handy vorfanden."

Die von der jüngsten Hacker-Attacke laut Google betroffenen Journalisten sind als regierungskritisch in Ungarn bekannt. Google gab an, bei nur 0,1 Prozent aller G-mailkonten seien Hackerangriffe überhaupt erfolgreich, dies seien dann aber häufig Konten von Aktivisten oder Journalisten.

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