Hacker legten vor Trump-Vereidigung Überwachungskameras lahm

Zwischen dem 12. und 15. Januar 2018 sind wohl 123 Polizei-Überwachungskameras in Washington aufgrund eines Hackerangriffs außer Betrieb gewesen. Foto: Patrick Pleul/Symbolbild

Washington (dpa) - Eine Hackerattacke hat kurz vor der Vereidigung von Donald Trump als US-Präsident am 20. Januar zur Lahmlegung von zwei Dritteln der Polizei-Überwachungskameras in Washington geführt.

Wie das Justizministerium mitteilte, wurden in diesem Zusammenhang am 15. Dezember zwei Rumänen in Bukarest festgenommen und jetzt in Abwesenheit in der US-Hauptstadt angeklagt.

Der «Washington Post» zufolge wollen die USA ihre Auslieferung beantragen, um ihnen auf amerikanischen Boden den Prozess zu machen. Drei weitere Rumänen sollten in Europa vor Gericht gestellt werden.

Nach Angaben der Zeitung wurde am 12. Januar 2017 entdeckt, dass mehrere der insgesamt 187 im Freien angebrachten Polizei-Überwachungskameras nicht richtig funktionierten. Der Secret Service habe dann herausgefunden, dass Hacker am Werke gewesen seien, die Spam-Mails mit Erpressungssoftware an eine lange Liste von Empfängern verschickt hätten.

Es habe dann ungefähr zwei Tage gedauert, das Problem zu lösen. In dieser Zeit, zwischen dem 12. und 15. Januar, seien 123 der Videokameras außer Betrieb gewesen. Unklar blieb, ob die Hacker wussten, dass sie Polizeicomputer infizierten.