"Wir haben Hoffnung": Olena Selenska posiert für Cover der "Vogue"

Es ist eine außergewöhnliche Coverstory: Olena Selenska, die First Lady der Ukraine, ziert das Titelblatt der "Vogue". Auch ihr Mann, Präsident Wolodymyr Selenskyj, stand für die Zeitschrift vor der Kamera.

Für das Cover der Modezeitschrift
Für das Cover der Modezeitschrift "Vogue" wurde Olena Selenska (Bild) von Starfotografin Annie Leibovitz in Szene gesetzt. (Bild: 2019 Getty Images/Ben Gabbe)

Es könnte das erste Mal sein, dass das Covershooting der "Vogue" vor Sandsäcken stattgefunden hat: Dass die Titelfotos von Olena Selenska für die einflussreichste Modezeitschrift der Welt in einem kriegsgebeutelten Land aufgenommen wurden, ist auf den ersten Blick erkennbar. Für das nun veröffentlichte digitale "Vogue"-Cover wurde Selenska, die First Lady der Ukraine, von Starfotografin Annie Leibovitz abgelichtet. Auf der Titelseite ist sie alleine zu sehen, auf anderen Bildern gemeinsam mit ihrem Ehemann Wolodymyr Selenskyj, dem Präsidenten der Ukraine.

"Auf dem Cover der 'Vogue' zu sein ist eine große Ehre und der Traum vieler erfolgreicher und prominenter Menschen auf der Welt. Das Einzige, was ich mir für sie alle wünsche, ist, dass es nicht wegen des Krieges in ihren Ländern ist", heißt es in einem Instagram-Beitrag von Selenska, in welchem sie die Ergebnisse des Shootings präsentiert. "Und jetzt möchte ich, dass Sie jede ukrainische Frau hier an meiner Stelle sehen. Die kämpft, die sich freiwillig meldet, die sich in einem Flüchtlingslager niederlässt, die unter dem Klang einer Sirene ihre Arbeit macht, die unter der Besatzung durchhält."

"Wir hätten nie gedacht, dass so etwas passieren würde"

Auch im "Vogue"-Interview fand die 44-Jährige deutliche Worte. Nichts habe sie auf den Krieg vorbereiten können, erklärte Selenska: "Wir haben ein glückliches Leben gelebt und hätten nie gedacht, dass so etwas passieren würde. Aber wir haben Hoffnung." Seit dem Einmarsch russischer Truppen im Februar habe sie "die schrecklichsten Monate" ihres Lebens durchgestanden. "Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass irgendjemand sich bewusst ist, wie wir es emotional bewältigen konnten."

Mut mache ihr jedoch das Durchhaltevermögen der ukrainischen Bevölkerung: "Wir freuen uns auf den Sieg. Wir haben keinen Zweifel, dass wir siegen werden. Und das ist es, was uns antreibt."

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