Habeck sieht Schleswig-Holstein auf ansteigenden Meeresspiegel "gut vorbereitet"

Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne) sieht das Bundesland auf die Folgen des ansteigenden Meeresspiegels "gut vorbereitet". Alle zehn Jahre werde ein sogenannter Generalplan Küstenschutz aufgestellt, der stets die aktuellsten Prognosen zur Grundlage nehme, sagte Habeck am Dienstag im Südwestrundfunk. "Wir sind dabei, die Deiche kontinuierlich zu verstärken", ergänzte er.

Es werde bereits von einem Meeresspiegelanstieg auf der Grundlage des Weltklimarats ausgegangen, sagte Habeck. Dies entspreche ungefähr dem Ergebnis der aktuell vorgestellten US-Studie, sagte Habeck. In der Studie gehen die Forscher davon aus, dass der Meeresspiegel an den Küsten bis zum Ende des Jahrhunderts um durchschnittlich 65 Zentimeter höher liegen könnte als im Jahr 2005.

Habeck zufolge geht es beim Küstenschutz um Anpassungsstrategien - um eine Erhöhung der Deiche, aber auch um die Entwässerung. Dies sei in diesem Winter gut zu beobachten gewesen. "Der Regen fällt auf unser Land, wir müssen ihn quasi gegen die erhöhten Meeresspiegel wieder herauspumpen", sagte Habeck. Dies verursache "enorme Kosten".

Die Ursache dafür sieht der Umweltminister im Klimawandel. "Alle, die sagen, so ein bisschen Braunkohle schadet nicht, verstehen nicht, was die eigentliche Menschheitsaufgabe in diesem Jahrhundert ist - dafür zu sorgen, dass Regionen bewohnbar bleiben", sagte Habeck. Die betriebenen Anpassungsstrategien dürften nicht die Ultima Ratio sein.