Habeck sieht Chancen für deutsche Firmen bei Nahost-Energieprojekt

JERUSALEM (dpa-AFX) - Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sieht beim Ausbau der Energie-Zusammenarbeit Israels mit arabischen Nachbarstaaten Chancen auch für deutschen Firmen. Man habe darüber gesprochen, wie dieser Prozess sich entwickle und darüber, ob es für europäische oder deutsche Firmen die Möglichkeit gebe einzusteigen, sagte der Grünen-Politiker am Montag nach einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Naftali Bennett in Jerusalem. "Die gibt es scheinbar." Das Projekt sei noch nicht so weit gediehen, dass bereits alle Aufträge vergeben wären, betonte Habeck.

Israel, Jordanien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) hatten im November ein gemeinsames Energieprojekt vereinbart. Israel soll Jordanien demnach mit entsalztem Wasser versorgen und im Gegenzug Solarstrom erhalten. Zu diesem Zweck soll ein Solarkraftwerk in der jordanischen Wüste gebaut werden, das mit Geld aus den VAE finanziert wird. Laut der Vereinbarung sollen die jordanischen Solaranlagen eine Kapazität von 600 Megawatt Strom erzeugen und Israel Jordanien dafür mit 200 Millionen Kubikmetern Wasser versorgen. Jordanien gehört zu den wasserärmsten Ländern der Welt. Israel will nach eigenen Angaben bis zum Jahre 2030 rund 30 Prozent seiner Energie aus erneuerbaren Quellen erzeugen.

Der Vizekanzler besucht bis Donnerstag Israel, die palästinensischen Gebiete und Jordanien. Bei der Reise soll es um Energie- und Klimaschutz sowie aktuelle Fragen der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen gehen.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.