Ich habe mit der Keto-Diät aufgehört — diese Regeln aber befolge ich noch immer

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Vor etwa zwei Jahren habe ich mit der Keto-Diät über 54 Kilogramm abgenommen. Zusätzlich dazu folgte ich einem strikten Intervallfastenplan und ging an an etwa sechs Tagen pro Woche ins Fitnessstudio. Aber ich hatte Schwierigkeiten mit den starken Einschränkungen, die dieser Lebensstil mit sich bringt – was meine Probleme mit dem Essen deutlich verschlimmert hat.

Seitdem habe ich wieder zugenommen – etwa 27 Kilogramm – und schlage nun einen anderen Weg zu meinen Gewichtszielen ein, der weniger strikt und hoffentlich nachhaltiger ist. Trotzdem habe aus meiner Keto-Diät gelernt und einiges beibehalten. Hier sind ein paar Regeln, die ich damals befolgt habe und auf die ich beim Abnehmen auch heute noch achte.

Ich überwache immer noch meine Kalorienaufnahme

Die Pfunde schienen mühelos von mir abzufallen, während ich mich ketogen ernährte. Aber ich glaube nicht, dass das passiert wäre, wenn ich nicht akribisch meine Kalorienzufuhr überwacht hätte. Unabhängig davon, für welche Ernährungsweise ihr euch entscheidet: Um abzunehmen, müsst ihr nachhaltig mehr Kalorien verbrennen, als ihr zu euch nehmt.

Obwohl ich trainiere, um das Defizit zu vergrößern, protokolliere ich immer noch alles, was ich esse und trinke, in MyFitnessPal. So stelle ich sicher, dass ich meine festgelegte Kalorienmenge nicht überschreite und meine Makronährstoffziele erreiche. Ich konzentriere mich darauf, genug Protein zu mir zu nehmen, und füge dann Fette und Kohlenhydrate hinzu. Aber die Aufnahme von Makronährstoffen zu überwachen kann etwas überfordernd sein – gerade wenn ihr dazu neigt, ungesunde oder gestörte Essgewohnheiten zu entwickeln.

Eine typische Keto-Diät besteht aus 75 Prozent Fett, 20 Prozent Eiweiß und nicht mehr als fünf Prozent Kohlenhydraten. Kohlenhydratreiche Lebensmittel sind daher normalerweise tabu.

Obwohl ich mich nicht mehr ketogen ernähre, lege ich immer noch Wert auf vollwertige Lebensmittel wie Gemüse, Obst und andere unverarbeitete Zutaten. Aber jetzt habe ich dabei eine größere Auswahl. Ich kann regelmäßig Süßkartoffeln, braunen Reis oder kohlenhydratreicheres Gemüse wie Karotten, Erbsen und Kürbis einbauen.

Die Anzahl der Kalorien und der Nährwert der Lebensmittel, die ihr zu euch nehmt, sind sicherlich wichtige Bestandteile der Ernährung. Aber ebenso wichtig ist es, genug zu trinken. Mein Ziel sind mindestens drei Liter Wasser am Tag. Obwohl eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr nicht direkt zum Abnehmen beiträgt, kann es helfen, weniger Kalorien zu sich zu nehmen. Denn einige Menschen verwechseln Durst mit Hunger.

Vergleicht euch nicht mit anderen

Eure Resultate werden sich immer von denen anderer Menschen unterscheiden – und das ist völlig in Ordnung. Obwohl ich mit der ketogenen Ernährung ziemlich schnell abgenommen habe, gab es auf Instagram immer noch Menschen, die schneller Gewicht verloren haben oder von denen ich dachte, dass sie besser aussahen als ich.

Ich musste mich also ganz auf meine eigenen Ziele konzentrieren. Bis ich das wirklich verinnerlicht hatte, brauchte es eine Weile. Dafür folge ich dieser Regel aber bis heute.

Gewichtsverlust verläuft nicht linear. Nach der Keto-Diät habe ich das Gewicht nicht über Nacht wieder zugenommen – eher über zwei Jahre. Also wird es auch nicht sofort wieder weggehen. Nur weil die Waage in einer Woche vielleicht mehr anzeigt als noch eine Woche zuvor, bedeutet das nicht, dass all eure Fortschritte verloren sind oder dass euer Lebensstil nicht funktioniert.

Es hat lange gedauert, bis ich gelernt habe, geduldig zu sein. Obwohl ich mir manchmal wünsche, den Prozess beschleunigen und möglichst sofort mein niedrigstes Gewicht wieder erreichen zu können, versuche ich immer, mich daran zu erinnern, dass Beständigkeit der Schlüssel ist. Wenn ich geduldig am Ball bleibe, werde ich meine Ziele erreichen.

Dieser Artikel wurde von Steffen Bosse aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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