Ich habe alles aufgegeben, um die Welt zu bereisen

Agatha Kremplewski
Sydney Australien (Privatfoto)

Kannst du dir vorstellen, deinen Job noch 30 Jahre lang zu machen? Ich konnte es nicht. Deswegen habe ich beschlossen, Deutschland eine Weile lang zu verlassen, um zu überlegen, wie es weitergehen soll.

Dabei habe ich alles aufs Spiel gesetzt: Ohne nennenswerte finanzielle Rücklagen habe ich meinen Job und meine Wohnung gekündigt, um in die Welt hinaus zu ziehen.

Ein paar Monate zu verreisen ist erst einmal nichts Ungewöhnliches: Viele meiner Freunde erzählen von ihren Backpacking-Touren in Australien, Selbstfindungsreisen in Indien oder Au-pair-Jobs in Frankreich.

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Jedoch erledigt man solche Vorhaben meist vor, im oder kurz nach dem Studium oder der Ausbildung. Wer schon fest im Arbeitsalltag steckt, reißt sich selten einmal los, um mit schwitzenden Jugendlichen ein Hostelzimmer in Costa Rica zu teilen.

Schon als Kind habe ich vom großen Abenteuer geträumt

Für mich stand es finanziell lange Zeit außer Frage, so eine Reise zu realisieren. Meine Eltern waren lange Zeit arbeitslos bzw. schlugen sich mit schlecht bezahlten Jobs durch.

Während einige meiner Freunde also nach dem Abi Praktika in Südafrika machten oder in Australien Erdbeeren pflückten und Koalas streichelten, kellnerte ich in Vollzeit in einer Eisdiele und schrieb mich bei nächster Gelegenheit für ein Studium in München ein.

Einsamer Strand in Las Lajas, Panama (Privatfoto)

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Nach dem Studium bot sich mir die Gelegenheit, ein Volontariat in einer Redaktion zu machen, direkt danach wurde ich fest angestellt. Ich mochte meinen Job, habe viel gelernt und Freundschaften geschlossen - aber irgendetwas fehlte.

Vollzeitjob - und jetzt...

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