Ich habe 4 Arten von Apps von meinem Smartphone gelöscht und konnte dadurch über 800 Euro sparen

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Business-Insider-Autorin Jen Glantz
Business-Insider-Autorin Jen Glantz

Ja, ich gebe zu: Ich habe eine sehr ungesunde Beziehung zu meinem Handy. Ich habe es immer bei mir, außer unter der Dusche, und selbst dann ist es in Reichweite. Zu Beginn letzten Jahres, als die Pandemie praktisch alles zum Stillstand brachte, wurde mein Smartphone zu meinem ständigen Begleiter. Ich habe es bestimmt sieben oder acht Stunden am Tag benutzt.

Schlimmer als meine Bildschirmzeit war die Auswirkung auf mein Portemonnaie. Während ich in den verschiedenen Apps stöberte und einkaufte, explodierten meine Kreditkartenrechnungen. Ich musste also an ein knappes Budget beim Smartphone-Shopping halten. Damit ich mich daran halte, musste ich die Apps löschen, für die ich das meiste Geld ausgab. Durch diesen einfachen Trick habe ich im Jahr 2020 über 1.000 Dollar (etwa 830 Euro) gespart.

Lest hier, welche verschiedenen App-Kategorien mich Geld gekostet haben, wie ich mich von ihnen getrennt habe und was ihr tun könnt, um sicherzustellen, dass ihr keine Zeit und kein Geld verschwendet, wenn ihr euer Smartphone benutzt.

1. Online-Shopping-Apps

Die allerersten Apps, die ich gelöscht habe, waren Anwendungen zum Online-Shopping. Während ich auf meinem Telefon scrollte, fiel mir immer irgendetwas ein, was ich wollte. Über 75 Prozent meiner Einkäufe, die ich über App-Shopping tätigte, waren Dinge, die nicht unbedingt notwendig waren. Oft öffnete ich diese Apps, um einen wichtigen Artikel zu kaufen (wie Toilettenpapier oder Handtücher), und am Ende füllte sich der Einkaufswagen mit einem Haufen anderer Dinge, die ich nicht brauchte.

Mir wurde klar, dass ich ohne diese Apps auf meinem Telefon weniger in Versuchung geraten würde, online einzukaufen.

2. Spiele mit In-App-Käufen

Letztes Jahr wurde ich richtig gut im Multitasking: Neue Fernsehsendungen zu schauen und gleichzeitig Games auf meinem Handy zu spielen. Was ich aber dabei nicht bemerkte: Mit den In-App-Käufen in den Spiele-Apps war ich wohl ein wenig zu entspannt.

Was als einmaliger Kauf begann, um einen Haufen Edelsteine für 4,99 Euro oder einen zusätzlichen Spielzug für 99 Cent zu erwerben, wurde schnell zur Regelmäßigkeit. Es gab einen Monat, in dem mich die In-App-Käufe insgesamt 30 US-Dollar (rund 24 Euro) kosteten.

Die einzige Möglichkeit, dieser neu entdeckten Spiel- und Ausgabegewohnheit ein Ende zu setzen, war, alle diese Apps auf einen Schlag zu löschen. Sonst wären die einmaligen 30 Dollar schnell zu einer monatlichen Ausgabe geworden und ich hätte am Ende des Jahres 360 Dollar (knapp 330 Euro) für diese In-App-Käufe ausgeben.

Womit habe ich meine geliebten Handyspiele ersetzt? Mit altmodischen Spielen, die meinen Geldbeutel nicht auslaugen. Ich habe vier Brettspiele und ein Kartenspiel für unter zehn Euro gekauft (in einem Secondhand-Laden) und habe alle mindestens einmal im Monat gespielt.

3. Essenslieferdienste

Vor der Pandemie habe ich versucht, nur zwei Mal die Woche Essen zu bestellen. Aber als die Pandemie-Maßnahmen strenger wurden und ich es leid war, alle meine Mahlzeiten selbst zu kochen, stellte ich fest, dass ich Anfang April mindestens einmal am Tag Essenslieferdienste nutzte. Es gab einige Tage (meist an den Wochenenden), an denen ich drei Mahlzeiten über diese Apps bestellte.

Das kostete mich über 125 Dollar (etwa 100 Euro) pro Woche.

Es war schwer, aber ich habe jede einzelne Essensliefer-App von meinem Telefon gelöscht. Das hieß nicht, dass ich gar kein Essen mehr bestellt habe. Es bedeutete nur, dass ich es jetzt nur noch von meinem Computer aus tun konnte. Ich löschte meine Konten bei fünf der sieben Essensliefer-Apps, die ich benutzte (um die Versuchung und die zusätzlichen Optionen einzuschränken) und setzte mir das Ziel, nur 45 Dollar (37 Euro) pro Woche für Essenslieferungen auszugeben. Dadurch konnte ich im Durchschnitt 80 Dollar (66 Euro) pro Monat sparen.

4. Reise-Apps

In den vergangenen Jahren war ich beruflich viel unterwegs und hatte alle möglichen Airline- und Hotelbuchungs-Apps auf meinem Handy. Sie halfen mir, Reisen schnell zu buchen und ich konnte Benachrichtigungen für günstige Reiseangebote einstellen.

Als die Pandemie den gesamten Reiseverkehr stoppte, habe ich diese Apps nicht von meinem Telefon gelöscht. Stattdessen habe ich durch die Apps gescrollt und Urlaube in der weit entfernten Zukunft gebucht — das half mir, der Realität zu entkommen. Ich dachte mir, wenn ich in naher Zukunft nicht verreisen würde, würde ich Geld sparen und könnte mit diesem Geld jetzt Reisen für später buchen.

Diese Logik war jedoch offensichtlich fehlerhaft. Aufgrund meiner Fehleinschätzung und viel zu optimistischen Einstellung buchte ich drei Reisen in 2020, die ich aufgrund der anhaltenden Pandemie stornieren musste. Bei einigen Buchungen erhielt ich eine volle Rückerstattung, bei anderen konnte ich dagegen nur Reisegutschriften oder Gutscheine für zukünftige Reisen sammeln.

Deshalb habe ich all diese Reise-Apps gelöscht. So würde ich weder Zeit noch Geld für die Planung zukünftiger Reisen verschwenden.

Was ich durch das Löschen dieser geldverschlingenden Apps von meinem Telefon gelernt habe? Es führt zu weniger Versuchungen. Und: Man braucht nicht fünf Apps der gleichen Art. Das führt nur zu mehr Optionen, mehr Einkäufen und man nutzt sie häufiger. In Zukunft werde ich mich auf zwei Optionen pro App-Kategorie beschränken und mir Grenzen setzen — sowohl was die Ausgaben als auch die Benutzungszeit angeht, damit ich beides nicht mit diesen mobilen Apps verschwende.

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