Haas verteidigt Zverev-Absage

Tommy Haas (l.) kann die Absage von Alexander Zverev verstehen

Der ehemalige Weltranglistenzweite Tommy Haas hat die Absage von Alexander Zverev für das Davis-Cup-Relegationsduell in Portugal (15. bis 17. September) verteidigt.

"Es ist eine schwierige Situation. Aus Spielersicht habe ich Verständnis für die Absage. Sascha kann sich bis Jahresende unter den besten vier Spielern der Welt etablieren. Er wäre dann bei den Australian Open unter den Top 4 gesetzt", sagte Haas der Bild: "Vielleicht spielen auch Boni von Sponsoren eine Rolle. Auf Sand zu spielen, macht da für ihn jetzt wenig Sinn, wenn es dann wieder nach Asien auf Hartplatz geht."

Neben dem Weltranglistensechsten Zverev fehlen Teamchef Michael Kohlmann in Portugal auch dessen Bruder Mischa und Philipp Kohlschreiber.

Haas sieht Chancen zum Klassenerhalt

Das deutsche Team tritt mit Jan-Lennard Struff, Cedrik-Marcel Stebe sowie den Debütanten Yannick Hanfmann und Tim Pütz an. Auch in dieser Besetzung sieht Haas gute Chancen, die Klasse zu halten.

"Es wird in Portugal ganz schwer. Ein Abstieg jetzt wäre fatal. Aber unsere Truppe hat Chancen. Einer muss Portugals Top-Spieler Sousa schlagen, um den Klassenerhalt zu schaffen", sagte Haas.