H&M wieder im Aufwind

Mit neuen Investitionen will H&M den Fokus auf den Verkauf über das Internet weiter verstärken. Foto: Hauke-Christian Dittrich

Nach einem durchwachsenen Start ins Geschäftsjahr hat der schwedische Moderiese H&M dank seines Onlinegeschäfts im zweiten Quartal zugelegt.

Der Umsatz kletterte um 10,4 Prozent auf knapp 51,4 Milliarden schwedische Kronen (knapp 5,3 Mrd Euro), wie das Unternehmen in Stockholm mitteilte. Unter dem Strich verdiente der Textilhändler in den Monaten März, April und Mai knapp 5,9 Milliarden Kronen, nach 5,36 Milliarden Kronen ein Jahr zuvor.

«Der Mode-Einzelhandel macht aufgrund der zunehmenden Digitalisierung eine Zeit des umfangreichen Wandels durch», sagte H&M-Chef Karl-Johan Persson. «Das Kundenverhalten und die Erwartungen verändern sich in immer größerem Tempo, und ein immer größerer Teil der Verkäufe findet online statt. Diese Verlagerung birgt große Möglichkeiten für H&M.»

In manchen etablierten Märkten mache das Onlinegeschäft bereits 25 bis 30 Prozent der Verkäufe aus, hieß es. Mit neuen Investitionen will H&M den Fokus auf den Verkauf über das Internet weiter verstärken. Seine Kleidungsstücke verkauft der Moderiese inzwischen in 41 Ländern online - seit diesem Frühjahr etwa auch in der Türkei, Taiwan, Hong Kong, Macau, Singapur und Malaysia. Im Laufe des Jahres sollen die Philippinen und Zypern, 2018 Indien dazukommen.

Während das Geschäft in Großbritannien, Skandinavien und Osteuropa im zweiten Quartal gut lief, sprach Persson von Herausforderungen in den USA, China, den Niederlanden und der Schweiz. Neue Läden sollen in diesem Jahr in Island, Vietnam und Georgien entstehen.