Boateng fordert Reaktion nach H&M-Skandal

Kevin Prince-Boateng kehrte 2017 zu Eintracht Frankfurt in die Bundesliga zurück

Im Rassismus-Skandal um den Modekonzern H&M hat sich nun auch Eintracht-Profi Kevin-Prince Boateng zu Wort gemeldet.

"Es reicht jetzt, wir müssen dagegen kämpfen", sagte Boateng nach dem Training am Dienstag der Frankfurter Neuen Presse. "Ich werde das jetzt in die Hand nehmen. Jeder fühlt sich angegriffen. Deswegen denke ich, dass es ganz einfach ist, eine gute Gruppe zusammenzukriegen, die das bekämpft. Wir müssen eine Front bilden und dagegen angehen."


Grund für Boatengs Ärger sind Werbefotos von H&M, auf denen ein dunkelhäutiger Junge in einem Pullover mit der Aufschrift "Coolest Monkey in the jungle" (Zu Deutsch: "Coolster Affe im Dschungel") abgebildet ist.

Boateng springt Matuidi zur Seite

Das Unternehmen entfernte die Bilder inzwischen und entschuldigte sich für den Fauxpas. Den Frankfurter Mittelfeldspieler, ehemals Anti-Rassismus-Botschafter der FIFA, besänftigte dies aber nicht: "Da soll mir keiner anfangen, dass es nichts mit Rassismus zu tun hat. Das ist einfach eine Frechheit. Da reicht mir auch keine Entschuldigung."

Boateng hatte sich bereits zuvor mit dem französischen Nationalspieler Blaise Matuidi solidarisiert, der in der italienischen Liga wiederholt von gegnerischen Fans rassistisch beleidigt worden war. "Genug ist genug!!!", schrieb Boateng bei Twitter. "Ich stehe an deiner Seite, Blaise Matuidi, wir müssen stark bleiben und Rassismus JETZT bekämpfen!!!"