Hülkenberg: Alonsos Le-Mans-Sieg war vorher schon klar

André Wiegold

Fernando Alonso hat mit Toyota die 24h von Le Mans in der LMP1-Kategorie gewonnen. Die Japaner traten aber als einziges Werksteam an und hatten deshalb keine echte Konkurrenz. Die Privatteams hatten keine Chance, mit den beiden Toyota-Boliden mitzuhalten. Deshalb sei das Rennen schon vor dem Start entschieden gewesen, meint Formel-1-Fahrer Nico Hülkenberg.

"Ich habe zwar nicht das ganze Rennen gesehen, aber Teile davon", sagt der Renault-Fahrer, der im Jahr 2015 das 24h-Rennen von Le Mans gewonnen hat. "Es war von Anfang an klar, weil es keine Konkurrenz zwischen Herstellern gab. Trotzdem gratuliere ich ihm zum Sieg. Er ist auf den Weg, die 'Tiple Crown' zu holen und deshalb ist es gut für ihn." Für die Meisterschaft sei es ein schlechtes Zeichen, dass nur noch ein Werk in der Topkategorie an den Start geht, so Hülkenberg. Er sagt: "So sollte es nicht sein."

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Der Deutsche hofft auf einen Zuwachs an Herstellern in der Zukunft, weil die Meisterschaft "cool" und Le Mans "großartig" sei. Insgesamt habe Hülkenberg das Rennen rund zwei bis drei Stunden lang verfolgt. Daumen gedrückt hat er aber niemanden. Er sagt: "Ich bin da völlig neutral." Auch Tipps habe er Alonso nicht gegeben. Hülkenberg erklärt: "Die braucht er aber auch nicht. Ein Fahrer eines solchen Formats weiß, was er zu tun hat."

Über die Wertigkeit des Alonso-Sieges in Le Mans im Vergleich zu seinem Triumph im Jahr 2015 will sich Hülkenberg nicht wirklich äußern. Den Vergleich wolle er anderen überlassen. Er sagt: "Das könnt ihr selber entscheiden und darüber schreiben. Das ist mir Wurst. Da hat jeder eine andere Meinung. Ich bin froh, es unter diesen Umständen geschafft zu haben. Alles andere zählt für mich nicht." Für Hülkenberg steht in der Formel 1 der "Triple Header" in Frankreich, Österreich und Großbritannien an.