Höwedes wechselte auch wegen WM 2018

Nadine Anna Münch
Benedikt Höwedes' großes Ziel ist die Teilnahme an der WM 2018

Benedikt Höwedes' Wechsel von Schalke 04 zu Juventus Turin hatte mit Sicherheit mehrere gute Gründe. Doch einer der letztendlich ausschlaggebenden Gründe soll ein Anruf von Joachim Löw beim deutschen Nationalspieler gewesen sein. Das berichtet die Sport Bild.

Als der Bundestrainer Höwedes mitteilte, dass dieser nicht im deutschen Kader für die beiden Qualifikationsspiele gegen Tschechien und Norwegen steht, schrillten dessen Alarmglocken.

Löw machte den Nationalspielern während der Länderspielpause nämlich mehr als deutlich, dass die Vorbereitung auf die WM 2018 in Russland schon jetzt beginnt: Die Spieler müssten topfit sein - und regelmäßg spielen.  "Am Ende weiß jeder Spieler: Ein Jahr vor der WM muss er spielen. Nicht ständig, aber er soll Spielpraxis haben. Deshalb guckt jeder Spieler darauf", fügte auch Manager Oliver Bierhoff hinzu.

Und genau hier lag der Haken für Höwedes, dessen großes Ziel die Teilnahme an der WM im nächsten Jahr ist: Der Abwehrspieler bangte nach der Degradierung als S04-Kapitän auch um seinen Stammplatz, und damit um wichtige Einsatzzeiten. Auch deshalb drängte er auf den Wechsel zu Juventus.

Stammplatz auch bei Juve unsicher

Eine Stammplatz-Garantie hat Höwedes dort allerdings nicht: An den Innenverteidigern Giorgio Chiellini und Daniele Rugani führt im Normalfall kein Weg vorbei - und selbst wenn, werden neben Höwedes auch Andrea Barzagli und Medhi Benatia Ansprüche erheben. Auf den Außenverteidiger-Positionen ist Stephan Lichtsteiner auf rechts nicht wegzudenken, auf links lauern mit Alex Sandro und Neuzugang Mattia De Sciglio zwei weitere direkte Konkurrenten.

Doch auch ohne das Problem mit den Einsatzzeiten dürfte es schwer genug werden, einen Platz im WM-Kader zu ergattern. Wie Löw mittlerweile mehrfach betonte, sei die Auswahl an Top-Spielern so groß wie nie in seiner Ära als Bundestrainer.

Höwedes wechselte zunächst auf Leihbasis für diese Saison zum italienischen Meister. Zum Ende der Saison besteht eine Kaufoption, die zur Kaufpflicht wird (Ablöse: 13 Millionen Euro), wenn er mehr als 25 Saisonspiele bestreitet.