Höwedes: Viele Angebote nach Aus als Kapitän

Benedikt Höwedes hat auf Schalke das Kapitänsamt verloren

Weltmeister Benedikt Höwedes denkt nicht an einen schnellen Abschied von Bundesligist Schalke 04, einen späteren Wechsel ins Ausland schließt der 29 Jahre alte Abwehrspieler aber nicht aus.

"Ich habe immer gesagt, dass ich einen Wechsel innerhalb der Liga ausschließe und mir grundsätzlich einen Wechsel ins Ausland vorstellen kann", sagte Höwedes Funke Sport, fügte aber zu den jüngsten Gerüchten um seine Person hinzu: "Diesen Zeitpunkt sehe ich - Stand heute - jedoch nicht." Schon vor gut zwei Wochen hatte Höwedes im SPORT1-Interview erklärt, dass er sich nicht konkret mit einem Wechsel beschäftige. 


Höwedes gab jetzt aber zu, dass es nach seiner Absetzung als Schalke-Kapitän viele Anfragen gegeben habe.

Höwedes lässt Angebote prüfen

"Klar ist, dass ich durch die überraschende Absetzung als Kapitän Anfragen von anderen Klubs erhalten habe. Es liegt in der Natur der Sache, dass mein Berater diese prüft und beantwortet", sagte der langjährige Spielführer der Königsblauen, der zum Ligaauftakt beim 2:0 gegen RB Leipzig am vergangenen Samstag nicht zum Einsatz gekommen war.

Schalkes neuer Trainer Domenico Tedesco hatte Höwedes, der noch bis 2020 unter Vertrag steht, vor Saisonbeginn die Kapitänsbinde entzogen und an Torwart Ralf Fährmann weitergereicht. 


Schalkes Sportvorstand Christian Heidel sagte zur aktuellen Situation: "Benedikt verhält sich tadellos. Dass ihn 55 Berater quer durch Europa anpreisen – damit müssen wir leben. Aber kein Verein hat mich wegen Benedikt bisher kontaktiert." Er respektiere zudem die Wünsche von Spielern, wenn sie gehen wollen: "Aber Bene hat nie was gesagt."

Viel Rückendeckung für Höwedes

Höwedes, dem angeblich Angebote von Inter Mailand sowie aus England vorliegen, findet sich mit seiner neue Rolle derzeit gut ab, zumal er viel Aufmunterung erfahren habe.

"Über das Feedback des Vereins, des Trainers, der Mannschaftskollegen und der Fans nach dem Spiel am Samstag habe ich mich sehr gefreut. Sie alle haben es verdient, dass ich auf und neben dem Platz alles für den Erfolg des FC Schalke 04 tue", sagte er.