„Höchstgradig peinlich“: Zu Guttenberg im Interview über Deutschlands Versagen bei der Digitalisierung

Marcel Bohnensteffen
zu guttenberg

Er war der Popstar unter den deutschen Politikern. Erst Wirtschaftsminister, dann Verteidigungsminister. Nicht wenige Beobachter sahen in ihm bereits den kommenden Kanzler. Dann entlarvten Experten seine Doktorarbeit als Plagiat und urplötzlich war Karl-Theodor zu Guttenberg verschwunden von der politischen Bühne. Sechs Jahre ist das jetzt her.

Inzwischen hält ihn sein persönlicher Karrierekiller nicht mehr davon ab, Missstände und Fehlentwicklungen in der Politik schonungslos zu benennen. Im Interview mit Business Insider prangert zu Guttenberg die „Inkompetenz“ von US-Präsident Donald Trump an und warnt vor Russland, das „in eine Diktatur abgeglitten“ sei. Er spricht über die Gefahren des Cyberspace, eine mögliche Atommacht Türkei und ein Treffen mit Tesla-Gründer Elon Musk.

Business Insider: Herr zu Guttenberg, stellen Sie sich einen Raum vor, in dem Sie Donald Trump, Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan antreffen. Wem würden Sie die Hand reichen?

Karl-Theodor zu Guttenberg: „Allen. Narzissten, Autokraten oder selbst Diktatoren den Handschlag zu verweigern, würde die Option beschneiden, einen notwendig kritischen Dialog mit Ihnen zu führen.“

BI: Und auf wen gingen Sie als erstes zu?

zu Guttenberg: „Ich würde wohl mit Trump beginnen.“

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