"Ich hätte fast den Löffel abgegeben": "K11"-Kommissar spricht über Zeit auf der Intensivstation

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Fast wie in alten Zeiten: "K11 - die neuen Fälle" mit Top-Quoten

"Ich weiß jetzt, wie endlich alles ist": Michael Naseband lag vor fünf Jahren auf der Intensivstation. In einem Interview sprach er jetzt offen über diese schwierige Zeit.

Er ist wieder da - aber vor einiger Zeit hing sein Leben am seidenen Faden: Michael Naseband, der Kultkommissar der SAT.1-Serie "K11", sprach jetzt in einem Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau nicht nur über das große TV-Comeback am 11. Mai (ab 18.00 Uhr unter dem neuen Titel "K11 - Die neuen Fälle"), sondern auch freimütig über ein furchtbares Ereignis, das ihn beinahe das Leben gekostet hätte.

Der Vorfall, der Nasebands Leben nach eigener Aussage für immer veränderte, ereignete sich vor fünf Jahren. "Ich hätte damals fast den Löffel abgegeben", erklärte der Mann, der lange Jahre als echter Polizist arbeitete und heute als erfolgreicher Gastronom das "Naseband's", eine Bar in der Düsseldorfer Altstadt, betreibt: "Es war ein Abend, an dem ich keinen Türsteher hatte. Im Handgemenge mit jemandem, den ich nicht mehr im Laden haben wollte, ist es passiert",erinnert sich der 54-Jährige "K11"-Darsteller: "Ich bekam von hinten eins über den Schädel und fiel auf den harten Boden, dabei platzte eine Arterie im Kopf. Durch das heftige Anschwellen des Gehirns wurde offenbar die Blutung schnell gestoppt." Er habe neun Tage auf der Intensivstation gelegen, so Naseband, "und hatte viel Glück im Unglück".

"In gewisser Weise demütiger"

Auf die Frage, welche Lehren er aus dem Vorfall gezogen habe, antwortete Naseband ohne Umschweife: "Dass ich vorsichtiger sein muss." Eigentlich wisse er das als Polizist sehr genau - nur sei jener Abend "extrem hektisch gewesen, so Naseband. "Ich musste mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigen. Da war ich nicht aufmerksam genug. Das wäre mir früher nie passiert, und es wird mir auch nicht wieder passieren."

Die Erfahrung habe ihn "in gewisser Weise demütiger" gemacht, betonte der "K11"-Kommissar im teleschau-Gespräch: "Ich fühlte mich immer unangreifbar, voller Kraft, nahm das Leben eher leicht ... Ich weiß jetzt, wie endlich alles ist. Ich lebe heute intensiver und mache mir mehr Gedanken um viele Dinge."

"Wir gehen wirklich durch dick und dünn"

Auch dass er 2017 zum zweiten Mal heiratete, habe mit jener Schreckenserfahrung zu tun, bekannte Naseband. "Eigentlich war mein Plan, nur einmal zu heiraten... Aber, wie gesagt, ich denke heute über manche Dinge anders. Wenn dir die Richtige über den Weg läuft, gelten solche Vorsätze sowieso nichts."

Gefragt nach den besonderen Vorzügen seiner Tanja, kam der Kultkommissar, der mit der Scripted Reality-Serie von 2003 bis 2013 bei SAT.1 ein Stück TV-Geschichte mitschrieb, ins Schwärmen. "Sie nimmt mich so, wie ich bin, ohne Kompromiss. Wir sind eine Einheit, ohne eingeengt zu sein." Seine neue Frau unterstützt ihn im "Naseband's", wie er erklärte. "Sie ist Kauffrau und schmeißt die Buchhaltung." Michael Naseband: "Wir gehen wirklich durch dick und dünn. Anfangs im Laden hatten wir sechs Tage geöffnet und haben am siebten Tag noch den Laden selbst gründlich gereinigt. Wer sich dabei immer noch liebt und viel Spaß zusammen hat, der ist aus einem Holz!"