Härtere Strafen für "Bummler": Kommissare stellen Katalog vor

Mario Fritzsche
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Weil es in der Moto3-Klasse der Motorrad-WM in jüngster Vergangenheit wiederholt vorgekommen ist, dass einige Piloten speziell im Qualifying absichtlich langsam fuhren, um sich entweder selbst in eine bessere Position im Verkehr zu bringen oder aber anderen Piloten nicht die Möglichkeit eines Windschattens zu geben, greifen die Rennkommissare ab sofort härter durch als bisher.

Nachdem man derartiges Verhalten bislang mit dem Abzug einiger Minuten Trainingszeit am darauffolgenden Wochenende geahndet hat, kommt beginnend mit dem ersten Valencia-Wochenende (6. bis 8. November) ein fünfstufiger Strafenkatalog für "Bummler" zum Einsatz.

Die erste Stufe ist eine Long-Lap-Penalty, die zweite Stufe sind dann gleich zwei dieser auf jeder MotoGP-Strecke markierten "Umwege". Die dritte Stufe ist ein Start aus der Boxengasse in Kombination mit einer Long-Lap-Penalty. Die vierte Stufe ist eine Durchfahrtsstrafe. Und die fünfte Stufe ist die Disqualifikation vom gesamten Rennwochenende.

Als Begründung für das härtere Durchgreifen erklärt die Dorna in einer Mitteilung: "Einige Piloten und/oder Teams haben die Richtlinien, die wir ihnen gegeben haben, nicht beherzigt. Bislang haben 28 Piloten zuwider gehandelt, wobei viele davon mehrere Verstöße begangen haben."

Der neue Strafenkatalog für "Bummler", der zunächst ausschließlich für die Moto3-Klasse gilt, ist als Orientierung zu verstehen. Für welche Stufe sich die Kommissare im Einzelfall entscheiden, "hängt von vorherigen Vergehen ab", wie es in der Dorna-Mitteilung heißt.

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Mit Bildmaterial von MotoGP.com.