Zu Guttenberg will mit einem Witz Altkanzler Schröder angreifen — und hat dabei eine Sache übersehen

Jessica Dawid
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Zu Guttenberg will mit einem Witz Altkanzler Schröder angreifen — und hat dabei eine Sache übersehen

Eine kleine Ewigkeit lebte Karl-Theodor zu Guttenberg zurückgezogen auf der anderen Seite des Atlantiks. Nach seiner Plagiatsaffäre und der damit verbundenen Aberkennung seines Doktortitels, trat der ehemalige Bundesminister der Verteidigung von allen politischen Ämtern zurück und wanderte mit seiner Familie in die USA aus. Nun, sechs Jahre später, meldet sich zu Guttenberg wieder zurück  um für die CSU in den Wahlkampf zu ziehen.

Zu Guttenberg äußerte sich erneut zu Plagiatsaffäre

Während seiner Rede im oberfränkischen Kulmbach äußerte sich der mittlerweile 45-Jährige erneut zu seiner abgeschriebenen Doktorarbeit und bezeichnete den Vorfall als selbstverschuldetes „Versagen“, wie der „Spiegel“ berichtet. Mit den Worten „Aber ich darf auch nach so langer Zeit für mich sagen: Jetzt ist auch mal irgendwann gut.“, sah er die Sache dann allerdings schließlich für endgültig abgehakt und merkte an, bewusst vor dem Rednerpult zu stehen und nicht dahinter — um so keine abgeschriebene Rede vorzutragen.

So ganz dürfte sein Vorhaben ihm allerdings nicht gelungen sein. Als zu Guttenberg auf Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) und dessen künftigen Job beim russischen Energie-Staatskonzern Rosneft zu sprechen kam, scherzte er: „Alte Liebe rosneft nicht.“

FAZ kam zu Guttenberg mit Wortspiel bereits zuvor 

Ein origineller Spruch, würde man davon absehen, es gäbe ihn nicht schon. Nur kurze Zeit vorher, am 17. August, veröffentlichte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ einen Artikel über Schröder, Wladimir Putin und Russland. Auf der Titelseite stand die Überschrift: „Alte Liebe rosneft nicht.“

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