Achtung FCB! Bei diesem Schiri herrscht wieder Rot-Gefahr

Der Niederländer Björn Kuipers leitet das Halbfinal-Hinspiel zwischen Bayern und Real

Der Niederländer Björn Kuipers wird das Halbfinal-Hinspiel der Champions League zwischen dem FC Bayern und Real Madrid pfeifen.

Dies gab die UEFA am Montag bekannt. Die Partie in der Allianz Arena findet am Mittwochabend (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) statt, das Rückspiel am 1. Mai in der spanischen Hauptstadt.

Das dürfte zumindest kein schlechtes Omen für die Münchner sein, denn mit Kuipers als Schiedsrichter gab es ausschließlich Erfolgserlebnisse.

Platzverweise für Boateng und Badstuber

Zuletzt hatte der 45-Jährige im April 2016 das Viertelfinal-Rückspiel der Bayern bei Benfica Lissabon geleitet, in dem sich der deutsche Rekordmeister durch ein 2:2 nach einem 1:0 im Hinspiel fürs Halbfinale qualifizierte.

Davor pfiff er die Gruppenspiele des FCB 2013 gegen Manchester City (3:1) und den SSC Neapel 2011 (3:2). Allerdings gab es in beiden Spielen Platzverweise gegen Bayern:

In Manchester sah Jerome Boateng beim Stand von 3:1 kurz vor Schluss Rot wegen einer Notbremse, in Neapel flog Badstuber mit Gelb-Rot. Zu allem Unglück erlitt Bastian Schweinsteiger in diesem Spiel einen Schlüsselbeinbruch.

Kuipers leitete BVB vs. Real

In der aktuellen Champions-League-Saison war Kuipers unter anderem für das Vorrundenspiel zwischen Borussia Dortmund und Real (1:3) sowie das Qualifikationsspiel zwischen Hoffenheim und dem FC Liverpool (1:2) verantwortlich sowie zuletzt in der Europa League im Viertelfinal-Rückspiel zwischen Olympique Marseille und RB Leipzig (5:2).

Zudem war Kuipers Referee beim EM-Finalsieg der deutschen U 21 2009 gegen England (4:0), als die aktuellen Bayern-Profis Manuel Neuer, Mats Hummels, Jerome Boateng und Sandro Wagner in der Startelf standen. 

"Nicht motzen, sondern pfeifen"

Bei der EM 2016 leitete der 43-Jährige außerdem das zweite deutsche Vorrundenspiel gegen Polen (0:0). Schon bei der EM 2012 sowie der WM 2014 war er im Einsatz und er leitete im selben Jahr das Champions-League-Finale zwischen Real und Atletico Madrid (4:1 nach Verlängerung).

Kuipers stammt aus Oldenzaal in der Region Twente und ist Geschäftsmann.

Zum Job als Unparteiischer kam er mit 16 Jahren über seinen Vater: "Er war selbst Schiedsrichter und hat gesagt, ich solle nicht ständig motzen, sondern selbst mal pfeifen."

Im März 2005 gab er sein Debüt in der niederländischen Ehrendivision, schon ein Jahr später wurde er zum FIFA-Schiedsrichter befördert. Seit Januar 2009 gehört zu den so genannten "Elite-Schiedsrichtern" der UEFA, die in besonders brisanten Begegnungen eingesetzt werden.

Kassai im Vorjahr in der Kritik

Davon geht man offenbar auch beim Duell zwischen Real und Bayern aus, nachdem es vor allem im Viertelfinal-Rückspiel beider Teams vor einem Jahr (4:2 für Madrid nach Verlängerung) zu zahlreichen umstrittenen Entscheidungen gekommen war.

So warf der Ungar Viktor Kassai Bayerns Arturo Vidal mit Gelb-Rot vom Platz, ließ aber Reals Casemiro für vergleichbare Fouls ungeschoren davonkommen. Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge wetterte seitdem mehrfach: "Wir sind beschissen worden."

Auch Uli Hoeneß hatte nach dem 3:0 am Samstag in Hannover daran erinnert. "Ich bin ja normalerweise keiner, der über Schiedsrichter schimpft", meinte der Präsident. "Aber der hat ja nicht nur einen elementaren Fehler gemacht, sondern drei, vier. Und das war einfach mehr als peinlich."