Guterres warnt bei Hiroshima-Gedenkfeier vor "Spiel mit geladener Waffe"

In Japan haben Überlebende, Anwohner und Vertreter von 99 Nationen und dem ersten Atombombenabwurf vor 77 Jahren gedacht. Um 8.15 Uhr Ortszeit, dem Zeitpunkt, an dem die Atombombe "Little Boy" über Hiroshima explodiert war und Zehntausende in den Tod gerissen hatte, legten die Teilnehmer eine Schweigeminute ein.

Angesichts weltweit wachsender Sorgen über die Gefahr eines Atomkrieges sagte UN-Generalsekretär António Guterres: "Die Menschheit spiele mit einer geladenen Waffe (...) Krisen mit ernsten nuklearen Untertönen breiten sich schnell aus – vom Nahen Osten über die koreanische Halbinsel bis hin zur russischen Invasion in der Ukraine. Es ist absolut inakzeptabel, dass Staaten, die Atomwaffen besitzen, die Möglichkeit eines Atomkriegs zugeben. Meine Botschaft an Sie ist simpel: Nehmen Sie die nukleare Option vom Tisch – für immer.

Es ist das erste Mal seit 12 Jahren, dass ein UN-Chef an der Gedenkzeremonie teilnahm. Guterres warnte eindringlich vor der anhaltenden Gefahr durch Atomwaffen. Diese garantierten keine Sicherheit, sondern "nur Tod und Zerstörung".

Hiroshima wurde am 6. August 1945 von der ersten je eingesetzten Atombombe zerstört. Am 9. August desselben Jahres warfen die USA eine zweite Atombombe über der Stadt Nagasaki ab. Hunderttausende starben. Wenige Tage später, am 15. August kapitulierte Japan.

2016 hatte Barack Obama als erster US-Präsident der Gedenkfeier des Atombombenabwurfs beigewohnt. Entschuldigt für den Atombombenabwurf hatte sich damals aber nicht.

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